Aufgabe 2 - Nahrungsbeziehungen und Populationen · Abitur NRW Biologie GK · Pinguin 2025

Thema: Nahrungsbeziehungen und Populationen · Aus der Prüfung GK · Pinguin (2025)

Aufgabenstellung

Nahrungsbeziehungen im Südlichen Ozean

Der Südliche Ozean umgibt den Kontinent Antarktis. Dieses Meeresgebiet weist eine Vielzahl komplexer Zusammenhänge zwischen den dort lebenden Organismen auf.

Material 1: Krill – Nahrung der Pinguine

Kleine Krustentiere aus der Ordnung der Euphausiacea bilden Krill und kommen in allen Ozeanen vor. In den Gewässern der Antarktis herrschen sehr niedrige Temperaturen bei einem für Meere relativ niedrigen Salzgehalt. Im Südlichen Ozean gehört der Antarktische Krill ( Euphasia superba) zu den tierischen Spezies mit der höchsten Gesamtbiomasse. Diese kleinen Krebstiere sind hauptsächlich Allesfresser, die sowohl pflanzliche (Phytoplankton), als auch tierische Kleinstlebewesen (Zooplankton) aus dem Wasser aufnehmen. Im Winter gibt es wenig Phytoplankton und dadurch auch weniger Zooplankton. Für eine hohe Zahl an Nachkommen beim Krill ist eine ausgedehnte antarktische Eisdecke wichtig. Insbesondere Krill-Larven sind auf die sogenannten Eisalgen als Nahrungsquelle spezialisiert, da diese Algen direkt unter dem Meereis in genügend großer Zahl vorkommen. Die Ausdehnung der Eisschicht ändert sich jährlich.

Krill ist die Beute vieler Fressfeinde. Dazu zählen u. a. Pinguine, Seebären und Bartenwale. Zudem wird Krill intensiv befischt (Abb. 1). Krill wird als Nutztierfutter eingesetzt, insbesondere für die Fischzucht in Aquakulturen. Daneben wird er zur Gewinnung von Nahrungsmittelzusätzen sowie von Ölen für die Kosmetikindustrie verwendet. Als Maßnahme zur Stabilisierung des Nahrungsnetzes im Südlichen Ozean wird die Reduktion der Fangmenge von Krill diskutiert.

Material 2: New Island Nature Reserve

Die Falklandinseln sind eine abgelegene Inselgruppe im Südlichen Ozean. In dem New Island Nature Reserve der Falklandinseln wurden dort ansässige Pinguinarten in Bezug auf ihre Brut- und Jagdgebiete untersucht. Auf der Insel befinden sich ebenfalls Kolonien von Seebären, die unter anderem auch Pinguine fressen (Abb. 2). Alle untersuchten Arten ernähren sich von Meereslebewesen wie Fischen, Tintenfischen, Krill und anderen Krustentieren in den umgebenden Gewässern (Abb. 3).

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Erklären Sie die Entwicklung der Krill-Population ab 1900 im Südlichen Ozean (M 1).

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Aufgabenstellung: Aufgabe 2 - Nahrungsbeziehungen und Populationen · Abitur NRW Biologie GK · Pinguin 2025

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

Erklären Sie die Entwicklung der Krill-Population ab 1900 im Südlichen Ozean (M 1).

Lösung: Stetige Zunahme der Krill-Population von 1900 bis ca. 1960: • durch Jagd von Walen und großen Fischarten → weniger Fressfeinde, direkt oder in der Nahrungskette. Deutliche Abnahme der Krill-Population ab etwa 1970 durch: • Zunahme der Krill-Fischerei, • Rückgang der Jagd auf die natürlichen Fressfeinde, • Erwärmung durch den Klimawandel führt zum verstärkten Abschmelzen der Eisdecken, daher weniger Eisalgen für Krill.

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