Abitur Hessen Umweltökonomie 2021 · GK

Abiturprüfung Umweltökonomie in Hessen 2021, GK: 16 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Kosten- und Deckungsbeitragsrechnung. Mit automatischer Korrektur.

Themen der Prüfung: Kosten- und Deckungsbeitragsrechnung · Investitionsrechnung mit ökologischen Kriterien · Umweltorientierte Produktion, Lieferketten und Wertschöpfungsketten · Umweltmanagement und nachhaltige Unternehmensführung · Marktversagen, externe Effekte und Wohlstandsmessung · Umweltpolitik: Prinzipien und Instrumente · Klimaschutz, Energiewende und nachhaltige Mobilität

Aufgabe Vorschlag A - 1 · Umweltorientierte Produktion, Lieferketten und Wertschöpfungsketten

Unternehmerische Entscheidungen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit

Die InSa GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit knapp 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und produziert in Langenselbold spezielle Industriestaubsauger. Das Unternehmen ist nach ISO 14001 zertifiziert und hat als Unternehmensziel eine umweltorientierte Produktion bis zum Jahr 2031 angekündigt.

1 Im Rahmen der umweltorientierten Produktion muss die InSa GmbH strategische Entscheidungen treffen.

1.1

Nennen und erläutern Sie fünf mögliche Kriterien, die bei der Produktion zu beachten sind.

(15 BE)

1.2

Entwickeln Sie je Kriterium einen konkreten Handlungsvorschlag für die InSa GmbH.

(10 BE)

1.3

Skizzieren Sie die Anwendung des Supply-Chain-Managements hinsichtlich der umweltorientierten Produktion.

(10 BE)

Aufgabe Vorschlag A - 2 · Investitionsrechnung mit ökologischen Kriterien

Die Geschäftsführung der InSa GmbH beschließt, die Reisekosten für 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die regelmäßig Dienstreisen zur Zweigstelle unternehmen, hinsichtlich der Kosten und Emissionen zu optimieren. Dem Unternehmen stehen die Optionen Flug, Bahnreise mit Bahncard 50 und Bahnreise mit Bahncard 100 zur Verfügung.

Material 1: Berechnungsgrundlage Dienstreisen

75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens führen zehn Mal im Jahr eine Dienstreise vom Hauptsitz in Frankfurt a. M. zur Zweigstelle in Hamburg durch.

Die Reise kann mit dem Flugzeug oder mit der Bahn durchgeführt werden.

Daten:

* bei durchschnittlicher Auslastung und aktuellem Strommix

** bei einem privaten Anbieter, der in Klimaschutzprojekte investiert. Das Umweltbundesamt empfiehlt allerdings Kosten in Höhe von 180,- €.

*** Die Anschaffung der Bahncard 50 kostet 230,- € pro Jahr, dafür werden die Fahrpreise pro Strecke um 50 % reduziert.

Die Anschaffung der Bahncard 100 kostet 2.500 € pro Jahr, Dafür fallen keinerlei Kosten für die einzelnen Fahrten an. Weiterhin garantiert die DB bei der Bahncard 100 100% Ökostrom, 100 kostenlose Sitzplatzreservierungen sowie die kostenlose Nutzung des Nahverkehrs in den Städten Frankfurt a.M. und Hamburg.

2.1

Berechnen Sie mit Hilfe der Daten aus Material 1 den CO2\text{CO}_2-Ausstoß pro Jahr für die genannten Optionen und ermitteln Sie die jeweiligen Gesamtkosten der o. g. drei Optionen mit der notwendigen Kompensation. [15 BE]

2.2

Entscheiden Sie sich für eine der Optionen. [8 BE]

Aufgabe Vorschlag A - 3 · Klimaschutz, Energiewende und nachhaltige Mobilität

Die InSa GmbH plant weiterhin eine Verbesserung der Energieversorgung mit erneuerbaren Energien. Die Gebäude des Unternehmens weisen große Dachflächen auf, die mit einer Photovoltaik-Anlage bestückt werden können. Die Unternehmensleitung will die staatliche Förderung in diesem Bereich (EEG) nutzen.

3.1

Erläutern Sie die gesetzliche Zielsetzung und stellen die unterschiedlichen Fördermaßen des EEGs dar. [13 BE]

3.2

In den letzten Jahren hat sich das Verhalten der Anlagenbetreiber dahingehend verändert, dass sie den selbsterzeugten Strom zunehmend im Eigenverbrauch nutzen und nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Erklären und begründen Sie diese Veränderung. [13 BE]

Aufgabe Vorschlag A - 4 · Marktversagen, externe Effekte und Wohlstandsmessung

Beschreiben Sie die Internalisierung externer Effekte nach PIGOU und bewerten Sie diese umweltpolitische Maßnahme. [16 BE]

Aufgabe Vorschlag B - 1 (1.1, 1.2) - Klimaziele und Coron… · Klimaschutz, Energiewende und nachhaltige Mobilität

Material 1

Gero Rueter: Coronakrise: Deutschland schafft Klimaziel für 2020 (20.03.2020)

Flugzeuge bleiben am Boden, weniger PKW fahren, Fabriken ruhen und der CO 2 -Ausstoß sinkt. Laut Prognosen erreicht Deutschland überraschend das Klimaziel für 2020. Wichtig sei Weitblick mit einem grünen Konjunkturpaket.

5 Der Urlaubs- und Geschäftsreiseverkehr kommt zum Erliegen, Flugzeuge bleiben am Boden, Berufspendler arbeiten nun von Zuhause, Deutschlands gewichtige Autoindustrie schließt Fabriken und die Produktion bei Zulieferbetrieben sinkt.

Damit verbunden sinkt in Deutschland auch der CO 2 -Ausstoß erheblich. „Nach unseren Abschätzungen werden in Deutschland unter anderem durch den warmen Winter und durch die Corona-Krise die Treibhausgasemissionen in 2020 im Vergleich zu 2019 um 50 Millionen Tonnen CO 2 mindestens 10 sinken. Je nach weiterem Verlauf der Corona-Krise kann der Rückgang auch bei bis zu 135 Millionen Tonnen CO 2 liegen“, sagt Patrick Graichen von Agora Energiewende. Die Berliner Denkfabrik begleitet die deutsche und europäische Energiewende.

Laut Abschätzung von Agora könnten Deutschlands Emissionen auf bis zu 670 Millionen Tonnen CO 2 in 2020 sinken. Das von der Bundesregierung angestrebte Ziel für 2020 von maximal 750 Millionen 15 Tonnen CO 2 wird mit großer Wahrscheinlichkeit entgegen allen bisherigen Prognosen jetzt doch noch erreicht.

„Angestrebt hatte die Bundesregierung eine Emissionsminderung von 40 Prozent im Vergleich zu 1990. Wir gehen davon aus, dass die CO 2 -Minderung zwischen 40 bis 45 Prozent liegen wird.“

19 Agora geht in der Analyse davon aus, dass durch Fabrikschließungen zum Beispiel in der Autoindustrie, auch der Bedarf an Stahl, Zement und Chemie sinkt und bei Produktionsausfällen über wenige Wochen die CO 2 -Minderung bei rund 10 Millionen Tonnen liegen wird. "Hält die Situation für drei Monate an, gehen die Emissionen durch Produktionsausfälle um rund 18 Millionen Tonnen zurück. Dauert die Krise in ihren Auswirkungen länger, sind Emissionsrückgänge in der Größenordnung von 25 25 Millionen Tonnen wahrscheinlich“, heißt es in der Analyse. Dies entspräche dem deutschen CO 2 -Reduktionsniveau während der Wirtschaftskrise von 2009. [...]

Konjunkturbelebung mit Klimaschutz

Um die Krise zu bewältigen und soziale Verwerfungen möglichst abzuwenden, wollen die Bundesregierung, die Europäische Zentralbank und die EU erhebliche Summen zur Verfügung stellen. „Wir müssen die gegenwärtige Corona-Krise so lösen, dass wir die Zukunftskrise Klimawandel, auf die wir 30 mit ungebremster globaler Erwärmung zusteuern, gleich mit lösen“, sagt der Chef vom Umweltbundesamt Dirk Messner. „Alle Konjunkturpakete für die Zeit nach Corona sollten darauf ausgerichtet sein, neben der Stützung von Beschäftigung und Wirtschaft gleichzeitig auch den europäischen Green Deal und den Klimaschutz voranzubringen. Es wäre fatal und äußerst kurzsichtig, wenn beim Umweltschutz jetzt Abstriche machen“, so Messner gegenüber der DW. [...]

35 Zur Weitsicht bei den anstehenden Konjunkturpaketen raten auch andere Energieexperten wie Claudia Kemfert vom DIW. Bei falschen Anreizen könnten nicht nur die durch Corona bedingten Emissionsminderung wieder rückgängig gemacht werden. Auch könnte der Ausstoß von CO 2 wieder beschleunigt werden wie in den Jahren nach der Wirtschaftskrise von 2009. [...]

„Es muss ein grünes Wachstumspaket sein und nicht Investitionen in alte Technologien“, betont auch 40 Graichen. Er empfiehlt Investitionen in die grüne Wasserstofftechnologie, in nachhaltige Stahlproduktion, Investitionen in die Elektromobilität und ein großangelegtes Programm zur energetischen Sanierung von Gebäuden. „Hier muss der Staat einspringen, weil viele Hausbesitzer jetzt durch die Corona-Krise zurückhaltender sind“, sagt Graichen. „Durch den Kursverlust bei Aktien haben viele 45 nun weniger Geld und auch durch die neuen Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt, wird es Zurückhaltung geben.“ [...]

geändert nach: https://www.dw.com/de/corona-krise-deutschland-schafft-klimaziel-f%C3%BCr-2020-pandemie-merkel-deutschland-co2-covid-19/a-52862238 (abgerufen am: 10.4.2020).

1 In Material 1 werden mögliche Auswirkungen von Corona auf die Klimaziele 2020 geschildert.

1.1

Fassen Sie den Textauszug „Coronakrise: Deutschland schafft Klimaziel für 2020“ von Gero Rueter zusammen.

(8 BE)

1.2

Begründen Sie ausgehend von Material 1 die Notwendigkeit nachhaltiger politischer Maßnahmen zur Bekämpfung der ökonomischen Folgen der Corona-Krise.

(8 BE)

Aufgabe Vorschlag B - 1 (1.3) - Umweltmanagementsysteme · Umweltmanagement und nachhaltige Unternehmensführung

Material 1

Gero Rueter: Coronakrise: Deutschland schafft Klimaziel für 2020 (20.03.2020)

Flugzeuge bleiben am Boden, weniger PKW fahren, Fabriken ruhen und der CO 2 -Ausstoß sinkt. Laut Prognosen erreicht Deutschland überraschend das Klimaziel für 2020. Wichtig sei Weitblick mit einem grünen Konjunkturpaket.

5 Der Urlaubs- und Geschäftsreiseverkehr kommt zum Erliegen, Flugzeuge bleiben am Boden, Berufspendler arbeiten nun von Zuhause, Deutschlands gewichtige Autoindustrie schließt Fabriken und die Produktion bei Zulieferbetrieben sinkt.

Damit verbunden sinkt in Deutschland auch der CO 2 -Ausstoß erheblich. „Nach unseren Abschätzungen werden in Deutschland unter anderem durch den warmen Winter und durch die Corona-Krise die Treibhausgasemissionen in 2020 im Vergleich zu 2019 um 50 Millionen Tonnen CO 2 mindestens 10 sinken. Je nach weiterem Verlauf der Corona-Krise kann der Rückgang auch bei bis zu 135 Millionen Tonnen CO 2 liegen“, sagt Patrick Graichen von Agora Energiewende. Die Berliner Denkfabrik begleitet die deutsche und europäische Energiewende.

Laut Abschätzung von Agora könnten Deutschlands Emissionen auf bis zu 670 Millionen Tonnen CO 2 in 2020 sinken. Das von der Bundesregierung angestrebte Ziel für 2020 von maximal 750 Millionen 15 Tonnen CO 2 wird mit großer Wahrscheinlichkeit entgegen allen bisherigen Prognosen jetzt doch noch erreicht.

„Angestrebt hatte die Bundesregierung eine Emissionsminderung von 40 Prozent im Vergleich zu 1990. Wir gehen davon aus, dass die CO 2 -Minderung zwischen 40 bis 45 Prozent liegen wird.“

19 Agora geht in der Analyse davon aus, dass durch Fabrikschließungen zum Beispiel in der Autoindustrie, auch der Bedarf an Stahl, Zement und Chemie sinkt und bei Produktionsausfällen über wenige Wochen die CO 2 -Minderung bei rund 10 Millionen Tonnen liegen wird. "Hält die Situation für drei Monate an, gehen die Emissionen durch Produktionsausfälle um rund 18 Millionen Tonnen zurück. Dauert die Krise in ihren Auswirkungen länger, sind Emissionsrückgänge in der Größenordnung von 25 25 Millionen Tonnen wahrscheinlich“, heißt es in der Analyse. Dies entspräche dem deutschen CO 2 -Reduktionsniveau während der Wirtschaftskrise von 2009. [...]

Konjunkturbelebung mit Klimaschutz

Um die Krise zu bewältigen und soziale Verwerfungen möglichst abzuwenden, wollen die Bundesregierung, die Europäische Zentralbank und die EU erhebliche Summen zur Verfügung stellen. „Wir müssen die gegenwärtige Corona-Krise so lösen, dass wir die Zukunftskrise Klimawandel, auf die wir 30 mit ungebremster globaler Erwärmung zusteuern, gleich mit lösen“, sagt der Chef vom Umweltbundesamt Dirk Messner. „Alle Konjunkturpakete für die Zeit nach Corona sollten darauf ausgerichtet sein, neben der Stützung von Beschäftigung und Wirtschaft gleichzeitig auch den europäischen Green Deal und den Klimaschutz voranzubringen. Es wäre fatal und äußerst kurzsichtig, wenn beim Umweltschutz jetzt Abstriche machen“, so Messner gegenüber der DW. [...]

35 Zur Weitsicht bei den anstehenden Konjunkturpaketen raten auch andere Energieexperten wie Claudia Kemfert vom DIW. Bei falschen Anreizen könnten nicht nur die durch Corona bedingten Emissionsminderung wieder rückgängig gemacht werden. Auch könnte der Ausstoß von CO 2 wieder beschleunigt werden wie in den Jahren nach der Wirtschaftskrise von 2009. [...]

„Es muss ein grünes Wachstumspaket sein und nicht Investitionen in alte Technologien“, betont auch 40 Graichen. Er empfiehlt Investitionen in die grüne Wasserstofftechnologie, in nachhaltige Stahlproduktion, Investitionen in die Elektromobilität und ein großangelegtes Programm zur energetischen Sanierung von Gebäuden. „Hier muss der Staat einspringen, weil viele Hausbesitzer jetzt durch die Corona-Krise zurückhaltender sind“, sagt Graichen. „Durch den Kursverlust bei Aktien haben viele 45 nun weniger Geld und auch durch die neuen Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt, wird es Zurückhaltung geben.“ [...]

geändert nach: https://www.dw.com/de/corona-krise-deutschland-schafft-klimaziel-f%C3%BCr-2020-pandemie-merkel-deutschland-co2-covid-19/a-52862238 (abgerufen am: 10.4.2020).

1.3 Die Ausrichtung der wirtschaftspolitischen Maßnahmen nach der Corona-Krise soll sich an einem „grünen Wachstum“ orientieren. Dies bedeutet für die Unternehmen, dass sie ihr Handeln konsequent nachhaltig ausrichten müssen. Eine Möglichkeit hierbei wäre die Umsetzung eines Umweltmanagementsystems.

Nennen Sie zwei mögliche Umweltmanagementsysteme und geben Sie drei Chancen und drei Risiken von Umweltmanagementsystemen an.

(8 BE)

a)

b)

c)

Aufgabe Vorschlag B - 2 (2.1) - Upcycling · Umweltorientierte Produktion, Lieferketten und Wertschöpfungsketten

Eine deutsche Traditionsmanufaktur, welche Ledertaschen produziert, ist durch diverse Tierhaltungsskandale und die Zunahme der Anzahl an Veganerinnen und Veganern sowie letztendlich durch die Folgen der Corona-Pandemie in eine wirtschaftliche Engpasssituation geraten. Das Unternehmen arbeitet an einem Konzept, um diese Krise zu überstehen und langfristig wieder wirtschaftlich rentabel agieren zu können. Das Unternehmen will zukünftig Taschen aus nicht mehr benötigten Werbeplakaten, die aus Kunststoffen bestehen, fertigen.

2.1

Skizzieren Sie die Begriffe „Up-Cycling“ und „Down-Cycling“ und ordnen Sie die geplante Taschenproduktion einem der beiden Verfahren zu.

(8 BE)

Aufgabe Vorschlag B - 2 (2.2-2.5) - Kostenrechnung · Kosten- und Deckungsbeitragsrechnung

Eine deutsche Traditionsmanufaktur, welche Ledertaschen produziert, ist durch diverse Tierhaltungsskandale und die Zunahme der Anzahl an Veganerinnen und Veganern sowie letztendlich durch die Folgen der Corona-Pandemie in eine wirtschaftliche Engpasssituation geraten. Das Unternehmen arbeitet an einem Konzept, um diese Krise zu überstehen und langfristig wieder wirtschaftlich rentabel agieren zu können. Das Unternehmen will zukünftig Taschen aus nicht mehr benötigten Werbeplakaten, die aus Kunststoffen bestehen, fertigen.

Material 2: Daten zur Kostenermittlung

Die Manufaktur erhält die Werbeplakate von einer Firma, die sich auf die Fertigung, Anbringung und Entsorgung dieser spezialisiert hat. Die Firmen konnten einen lukrativen Vertrag für beide Seiten aushandeln, so dass die Manufaktur die ersten 10 Plakate für einen Preis in Höhe von 9,90 Euro (für alle 10 Plakate) erhält. Für jedes weitere Plakat zahlt die Manufaktur 6,00 Euro.

Aus einem Plakat können fünf Taschen gefertigt werden.

Weiterhin werden folgende Materialien zur Produktion benötigt:

Artikel

Verpackungseinheit

Preis je Verpackungseinheit

benötigte Menge je Tasche

Klebstoff

1 kg

13,80 Euro

10 g

Ziergarn

500 m

25,50 Euro

2,20 m

Klettverschluss

2000 Stück

30,00 Euro

2 Stück

Verstellriemen

1000 Stück

500,00 Euro

1 Stück

Es fallen zusätzliche Kosten pro Tasche in Höhe von 0,22 Euro an.

Für die Produktion einer Tasche benötigt eine Mitarbeiterin 1 Stunde 15 Minuten, der Arbeitslohn beträgt inkl. aller Abgaben 25,00 Euro pro Stunde. Im Jahr entfallen auf die Manufaktur 8.000,00 Euro fixe Lohnkosten.

Für eine Versicherung werden 320,00 Euro im Jahr fällig, für Strom und Heizung pauschal 6.000,00 Euro. Weitere fixe Kosten entstehen im Jahr in Höhe von 2.000,00 Euro. Die Miete beträgt monatlich 500,00 Euro.

2.2

Ermitteln Sie anhand des Materials 2 die Kosten für die Herstellung von 100 Taschen pro Monat. [16 BE]

2.3

Analysieren Sie, wie sich die Stückkosten aus Aufgabe 2.2 verändern würden, wenn anstelle von 100 Taschen nur fünfzig Taschen gefertigt werden würden. [6 BE]

2.4

Bei einer Produktion von 100 Taschen pro Monat möchte die Manufaktur einen Gewinn in Höhe von 80 % der Kosten erwirtschaften. Bestimmen Sie die Höhe des benötigten Erlöses. [6 BE]

2.5

Die Manufaktur denkt aufgrund der aktuellen Situation über eine radikale Reduzierung der Preise für die bestehenden Produkte nach. Die Überlegung dabei ist, die langfristige und/oder kurzfristige Preisuntergrenze anzustreben. Skizzieren Sie die langfristige und kurzfristige Preisuntergrenze. [4 BE]

Aufgabe Vorschlag B - 3 (3.1) - Umweltpolitische Instrume… · Umweltpolitik: Prinzipien und Instrumente

Die Corona-Pandemie kann neben den wirtschaftlichen Folgen auch umweltpolitische Veränderungen herbeiführen: ‚Beim Weg aus der Krise, bei der wirtschaftlichen Erholung, da kann die Politik vieles richtig machen – für Beschäftigung, Innovation und nachhaltigen Klimaschutz‘, sagt die SPD-Politikerin und Umweltministerin Svenja Schulze. 1 Zum Schutz der Umwelt soll verstärkt auf regenerative Energien gesetzt werden.

1 https://www.tagesschau.de/inland/klimaschutz-konjunktur-101.html vom 25.05.2020 (abgerufen 31.05.2020).

3.1 In der Umweltpolitik stehen verschieden Steuerungsinstrumente zur Verfügung. Beschreiben Sie drei mögliche Instrumente und bewerten Sie zwei der drei Instrumente auf deren Wirksamkeit. (21 BE)

1.

2.

Aufgabe Vorschlag B - 3 (3.2) - Regenerative Energien · Klimaschutz, Energiewende und nachhaltige Mobilität

Die Corona-Pandemie kann neben den wirtschaftlichen Folgen auch umweltpolitische Veränderungen herbeiführen: ‚Beim Weg aus der Krise, bei der wirtschaftlichen Erholung, da kann die Politik vieles richtig machen – für Beschäftigung, Innovation und nachhaltigen Klimaschutz‘, sagt die SPD-Politikerin und Umweltministerin Svenja Schulze. 1 Zum Schutz der Umwelt soll verstärkt auf regenerative Energien gesetzt werden.

1 https://www.tagesschau.de/inland/klimaschutz-konjunktur-101.html vom 25.05.2020 (abgerufen 31.05.2020).

3.2 Verfassen Sie einen Vorschlag, um den Anteil regenerativer Energien im deutschen Strommix weiter zu erhöhen. (15 BE)

Aufgabe Vorschlag C - 1 · Klimaschutz, Energiewende und nachhaltige Mobilität

Elektromobilität in Deutschland

1 Die Zielsetzung der Bundesregierung für Elektromobilität war es, dass 2020 eine Million E-Autos auf deutschen Straßen fahren. Dieses Ziel wird nicht erreicht. Nennen Sie fünf mögliche Gründe für das Verfehlen dieser Zielsetzung. [5 BE]

Aufgabe Vorschlag C - 2 · Umweltpolitik: Prinzipien und Instrumente

2 Stellen Sie überblicksartig das umweltpolitische Instrumentarium der Bundesregierung dar und erläutern Sie die Unterschiede. [9 BE]

Aufgabe Vorschlag C - 3 · Umweltpolitik: Prinzipien und Instrumente

3 Zur Förderung der Elektro-Mobilität bietet die Bundesregierung eine Kaufprämie für Elektroautos an.

3.1

Ordnen Sie diese Maßnahme in das umweltpolitische Instrumentarium ein und stellen Sie die hierdurch angestrebte Veränderung der Marktsituation grafisch dar. [12 BE]

3.2

Bewerten Sie die Kaufprämie anhand der vier Kriterien zur Bewertung umweltpolitischer Instrumente und beurteilen Sie dieses politische Instrument. [17 BE]

3.3

Stellen Sie weitere Möglichkeiten zur Verbreitung der Elektromobilität in Deutschland mithilfe anderer umweltpolitischer Instrumente dar. [6 BE]

Aufgabe Vorschlag C - 4 · Umweltorientierte Produktion, Lieferketten und Wertschöpfungsketten

4 Ein Problem der Automobilkonzerne besteht darin, dass die neue Technologie des elektrischen Antriebs eine umfassende Umstellung der Fertigung und Infrastruktur erfordert.

Weiterhin ist die Entwicklung des autonomen Fahrens ein wichtiger Zukunftsfaktor, dem sich die Automobilkonzerne stellen müssen. Diese Herausforderungen führen in der Zukunft zu veränderten Wertschöpfungsketten und neuen Geschäftsprozessen.

Erläutern Sie die Begriffe Wertschöpfung und Wertschöpfungsketten und nennen Sie drei mögliche Tätigkeitsfelder, die sich durch die Umstellung auf Elektroautos für die Automobilunternehmen ergeben oder die vertieft werden können. [7 BE]

Aufgabe Vorschlag C - 5 · Marktversagen, externe Effekte und Wohlstandsmessung

Material 1

Bruttoinlandsprodukt und die Kritik daran

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft. Es gibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen an, die über einen bestimmten Zeitraum (üblicherweise ein Jahr) innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt werden und dem Konsum, der Investition, der staatlichen Tätigkeit dienen oder exportiert werden. Das Bruttoinlandsprodukt errechnet sich als Summe der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich von Gütersteuern und abzüglich von Gütersubventionen. Die Veränderung des BIP gibt Aufschluss über das Wirtschaftswachstum.

Das Bruttoinlandsprodukt ist in erster Linie ein Produktionsindikator. Es zeigt die wirtschaftliche Leistung eines Landes während eines bestimmten Zeitraums. […]

Das BIP wurde nicht mit dem Ziel entwickelt, ein Maßstab für das Wohlbefinden oder die gesellschaftliche Wohlfahrt zu sein. Es beleuchtet die Wohlfahrt aus rein monetärer Sicht. […]

Das BIP erfasst nur Transaktionen, die einen Marktpreis haben, und aggregiert diese unreflektiert. So werden wohlfahrtsmindernde und wohlfahrtsstiftende Nutzen aufsummiert, was zu Informationsverlusten führt. Informelle Wirtschaft und Schattenwirtschaft ebenso wie Freiwilligenarbeit und Familienarbeit werden nicht erfasst, weil sie keinen Marktpreis haben bzw. nicht am Markt gehandelt werden. […]

Das Bruttoinlandsprodukt kann wenig über die Entwicklung von Natur- und Humankapital aussagen. Bildungs- und Gesundheitsausgaben werden im BIP nur als Konsum und nicht als Investition in Humankapital gewertet. Veränderungen des Naturkapitalstocks durch Umweltverschmutzung oder Ressourcenknappheit werden nicht berücksichtigt. […] Ebenso ist das BIP kein geeigneter Indikator zur Beurteilung der Einkommensverteilung. Zwar zeigt es das Durchschnittseinkommen (BIP pro Kopf) einer Nation, jedoch sagt dies nichts über die Verteilung der Einkommen bzw. die Ungleichheit in einer Gesellschaft aus. […]

https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/bruttoinlandsprodukt_und_die_kritik_daran_1819.htm, abgerufen am: 18.12.2020

Aus dem Stabilitäts- und Wachstumsgesetz resultiert für die Wirtschaftspolitik die Aufgabe, ein stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum anzustreben, welches mithilfe des Bruttoinlandsprodukts (BIP) berechnet wird. (Material 1)

5.1

Erläutern Sie die Messgröße Bruttoinlandsprodukt und beschreiben Sie ein konkretes Beispiel für Transaktionen, die keinen Marktpreis haben. [6 BE]

5.2

Erörtern Sie folgende These: „Das Bruttoinlandsprodukt ist ein Indikator für den Wohlstand eines Landes.“ [10 BE]

Aufgabe Vorschlag C - 6 · Klimaschutz, Energiewende und nachhaltige Mobilität

6 Elektromobilität soll zukünftig eine stärkere Bedeutung beigemessen werden. Material 2 zeigt eine Übersicht über den CO2\text{CO}_2-Ausstoß verschiedener Verkehrsmittel.

Material 2: CO2\text{CO}_2-Emissionen verschiedener Verkehrsmittel pro Jahr

6.1

Berechnen Sie das gesamte prozentuale Einsparpotenzial des CO2\text{CO}_2-Ausstoßes von Diesel-PKW im Vergleich zu Elektro-PKW. [7 BE]

%

6.2

Diskutieren Sie die These, dass die E-Mobilität keinen wesentlichen Beitrag zur CO2\text{CO}_2-Reduktion leisten kann. [9 BE]

6.3

Skizzieren Sie vier nachhaltige Maßnahmen, die neben dem Ausbau der Elektromobilität die Verkehrspolitik sinnvoll ergänzen können. [12 BE]

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