Aufgabe HT 2 - Teilaufgabe 2 · Abitur NRW Sport LK · Haupttermin 2021

Thema: Bewegungsanalyse und biomechanische Prinzipien · Aus der Prüfung LK · Haupttermin (2021)

Aufgabenstellung

Abiturprüfung 2021 – Sport, Leistungskurs

Materialgrundlage

M 1: Fischer, U. et al. (2009) Schulsport, Sicherheit, Gesundheit. Schwimmen & Volleyball – Bausteine für einen sicheren und attraktiven Unterricht. Unfallkasse Nordrhein-Westfalen. Bildreihen Volleyball (DVD)

M 2: Wenzel, Uwe (2017). Plyometrie im Nachwuchstraining? Schneller werden durch reaktive Sprünge! Quelle: http://nwls.sport-iat.de/wp-content/uploads/2017/05/05_Kondition_3.pdf (Zugriff: 05.05.2020) (verändert)

M 3: siehe M 2

Zugelassene Hilfsmittel: Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

2. Analysieren Sie den Bewegungsablauf des Angriffsschlags im Volleyball (M 1) mithilfe der funktionalen Bewegungsanalyse nach Göhner. Erläutern Sie danach unter Rückgriff auf die analysierte Technik, inwiefern zwei von Ihnen gewählte biomechanische Prinzipien wirksam sind. (30 Punkte)

a)

b)

Aufgabenstellung: Aufgabe HT 2 - Teilaufgabe 2 · Abitur NRW Sport LK · Haupttermin 2021

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

Analysieren Sie den Bewegungsablauf des Angriffsschlags im Volleyball (M 1) mithilfe der funktionalen Bewegungsanalyse nach Göhner.

Lösung: Grundlagen nach Göhner: - Zuordnung sichtbarer Aktionen zu bestimmten Funktionen; Zeiträume werden als Funktionsphasen bezeichnet. - Unterscheidung zwischen Hauptfunktionsphase und Hilfsfunktionsphasen (vorbereitend, unterstützend, überleitend). Zuordnung beim Volleyballangriffsschlag (M 1): - Vorbereitende Hilfsfunktionsphase (Bild 1–3): Anlauf zur Geschwindigkeitsaufnahme. - Vorbereitende Hilfsfunktionsphase (Bild 4–6): Umwandlung der horizontalen Geschwindigkeit mithilfe eines Stemmschrittes in eine vertikale (Absprung). - Unterstützende Hilfsfunktionsphasen (Bild 7–8): Verlängerung des Beschleunigungsweges für den Schlag- und Schwungarm sowie Schwungarmeinsatz zur Höhengewinnung. - Hauptfunktionsphase (Bild 9): Treffen des Balles vor dem Körper über Kopfhöhe; Übertragung des Bewegungsimpulses (Richtung und Geschwindigkeit). - Überleitende Hilfsfunktionsphase (Bild 10–11): Landung und Wiederherstellung des Gleichgewichtszustandes nach dem Ballkontakt.

Erläutern Sie danach unter Rückgriff auf die analysierte Technik, inwiefern zwei von Ihnen gewählte biomechanische Prinzipien wirksam sind.

Lösung: Beispiele zweier ausgewählter biomechanischer Prinzipien: 1. Prinzip der zeitlichen und räumlichen Koordination von Einzelimpulsen: - Die produzierten Beschleunigungsstöße der Teilbewegungen müssen optimal zeitlich und räumlich aufeinander abgestimmt sein. - Bei der Schlagbewegung wird zuerst die Körperverwindung aufgelöst (Beschleunigung von Hüfte bis Schulter auf den Schlagarm); es folgen die schlagartige Streckung des Arms (Peitschenbewegung) und das Abklappen des Handgelenks zur Erhöhung der Endgeschwindigkeit. - Die Geschwindigkeitsmaxima erfolgen nicht gleichzeitig, sondern nacheinander in einer fließenden Bewegung durch Impulsübertragung von proximal nach distal. 2. Prinzip der Kinetion und Modulation: - Zusammenspiel von starken Muskeln (Beschleunigungsaufgaben / Kinetion) und schwächeren Muskeln (Feinabstimmung und Richtungssteuerung / Modulation). - Bewegungsimpulse zur Schlagauslage und Vorbeschleunigung (Rumpf, Schulter, Arm) stellen die Kinetion dar; die Steuerung des Handgelenkeinsatzes zur Ballplatzierung stellt die Modulation dar.

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