Aufgabe 1 - Beurteilende Statistik · Abitur NRW Mathematik LK · Teil B · Stochastik (WTR) 2018

Thema: Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle · Aus der Prüfung LK · Teil B · Stochastik (WTR) (2018)

Aufgabenstellung

1 Aufgabe

Eine Firma stellt Flachbildschirme her. Im Mittel ist einer von fünf hergestellten Bildschirmen fehlerhaft.

Ein Mitarbeiter der Firma bezweifelt, dass im Mittel einer von fünf Bildschirmen fehlerhaft ist. Um einen Schätzwert für den Anteil fehlerhafter Geräte zu ermitteln, zieht er eine große Stichprobe vom Umfang nn. In der Stichprobe sind 15 %15\,\% der Bildschirme fehlerhaft.

Auf der Grundlage der Stichprobe können mithilfe der abgebildeten Graphen A, B, C und D für den zu ermittelnden Schätzwert Konfidenzintervalle zu den Sicherheitswahrscheinlichkeiten 90 %90\,\% und 95 %95\,\% bestimmt werden.

Jeder der Graphen lässt sich durch eine der folgenden Funktionen beschreiben:

fk:p↦p−k⋅p(1−p)n,gk:p↦p+k⋅p(1−p)nf_k: p \mapsto p - k \cdot \sqrt{\frac{p(1-p)}{n}}, \quad g_k: p \mapsto p + k \cdot \sqrt{\frac{p(1-p)}{n}}

Dabei ist p∈[0;1]p \in [0; 1], k∈R+k \in \mathbb{R}^+ und nn der Umfang der Stichprobe.

f)

Bestimmen Sie ein Konfidenzintervall zur Sicherheitswahrscheinlichkeit 95 %95\,\%. Entscheiden Sie, ob die Aussage „Im Mittel ist einer von fünf Bildschirmen fehlerhaft.“ durch das bestimmte Konfidenzintervall gestützt werden kann. [3 BE]

g)

Der Mitarbeiter zieht eine zweite Stichprobe vom Umfang 2n2n. Auch in dieser Stichprobe sind 15 %15\,\% der Bildschirme fehlerhaft. Begründen Sie, dass die Länge des zugehörigen Konfidenzintervalls im Vergleich zur ersten Stichprobe – bei gleicher Sicherheitswahrscheinlichkeit – geringer, aber nicht halb so groß ist. [3 BE]

Aufgabenstellung: Aufgabe 1 - Beurteilende Statistik · Abitur NRW Mathematik LK · Teil B · Stochastik (WTR) 2018

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

Bestimmen Sie ein Konfidenzintervall zur Sicherheitswahrscheinlichkeit 95 %.

Lösung: [0,11; 0,21]

Entscheiden Sie, ob die Aussage „Im Mittel ist einer von fünf Bildschirmen fehlerhaft.“ durch das bestimmte Konfidenzintervall gestützt werden kann.

Lösung: Da das Konfidenzintervall den Wert 0,2 enthält, kann die Aussage gestützt werden.

Begründen Sie, dass die Länge des zugehörigen Konfidenzintervalls im Vergleich zur ersten Stichprobe – bei gleicher Sicherheitswahrscheinlichkeit – geringer, aber nicht halb so groß ist.

Lösung: Für die Länge des Konfidenzintervalls ergibt sich: 2k⋅0,15⋅0,852n=2k⋅0,15⋅0,85n⋅122k \cdot \sqrt{\frac{0{,}15 \cdot 0{,}85}{2n}} = 2k \cdot \sqrt{\frac{0{,}15 \cdot 0{,}85}{n}} \cdot \frac{1}{\sqrt{2}} Es gilt: 12<1\frac{1}{\sqrt{2}} < 1, 12≠12\frac{1}{\sqrt{2}} \neq \frac{1}{2}.

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