Aufgabe Vorschlag B2 - Aufgabe 3 · Abitur Hessen Physik LK 2021
Thema: Quantenobjekte · Aus der Prüfung LK (2021)
Aufgabenstellung
Im Davisson-Germer-Experiment zeigen sich – abhängig vom Streuwinkel und der Beschleunigungsspannung – ausgeprägte Intensitätsmaxima. Diese Maxima sind nur als Interferenzerscheinungen zu erklären, die durch Streuung der Elektronen an der Gitterstruktur des Nickeleinkristalls entstehen. Wegen der geringen Energie der Elektronen kann man annehmen, dass nur die oberste Atomschicht des Kristalls für die Streuung der Elektronen verantwortlich ist. Dabei wirkt die Anordnung der Atome für die Elektronen wie ein Reflexionsgitter mit der Gitterkonstante bei der Beugung von Licht. In Material 2 ist diese Streuung schematisch dargestellt.
3.1
Erläutern Sie für Materiewellen den Zusammenhang zwischen konstruktiver Interferenz, Intensitätsmaxima und Aufenthaltswahrscheinlichkeit.
Zeichnen Sie in Material 2 den Gangunterschied ein und zeigen Sie die Gültigkeit der folgenden Formel:
Hierbei bedeuten die Ordnung der Maxima und der Abstand der einzelnen Nickelatome voneinander.
3.2
Die experimentellen Ergebnisse solcher Streuversuche mit unterschiedlichen Spannungen sind in Material 3 dargestellt. Bestimmen Sie für mithilfe der Formel (2) jeweils einen experimentellen Wert der Wellenlänge unter Verwendung von und .
Bestätigen Sie anhand Ihrer Ergebnisse die Plausibilität der Annahme, dass es sich bei dem gemessenen Maximum um eines der 1. Ordnung handelt (Vergleich mit aus Aufgabe 2.3):
3.3
Ermitteln Sie mithilfe von Material 3 für die restlichen Werte von und die zugehörigen Werte von .
()
°
°
°
°

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
3.1 Zeichnen Sie in Material 2 den Gangunterschied Δs ein
Lösung: Der Gangunterschied zweier an benachbarten Nickelatomen gestreuter Strahlen wird als Kathete des rechtwinkligen Dreiecks mit Hypotenuse eingezeichnet.
3.1 Erläutern Sie für Materiewellen den Zusammenhang zwischen konstruktiver Interferenz, Intensitätsmaxima und Aufenthaltswahrscheinlichkeit.
Lösung: Konstruktive Interferenz der Materiewellen bedeutet ein Maximum der Intensität, also eine große Aufenthaltswahrscheinlichkeit der Teilchen.
3.1 Herleitung der Formel (2)
Lösung: Im rechtwinkligen Dreieck mit Hypotenuse und Gegenkathete zum Winkel gilt: Bedingung für konstruktive Interferenz: Folglich:
3.2 Winkel des Maximums bei
Lösung:
3.2 für bei
Lösung:
3.2 für bei
Lösung:
3.2 für bei
Lösung:
3.2 Bestätigen Sie anhand Ihrer Ergebnisse die Plausibilität der Annahme, dass es sich um ein Maximum 1. Ordnung handelt
Lösung: Wegen der guten Übereinstimmung von mit für ist die Annahme plausibel.
3.3 Winkel für
Lösung:
3.3 für ()
Lösung:
3.3 Winkel für
Lösung:
3.3 für ()
Lösung:
3.3 Winkel für
Lösung:
3.3 für ()
Lösung:
3.3 Winkel für
Lösung:
3.3 für ()
Lösung:
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