Aufgabe Vorschlag C - 3 · Abitur Hessen Maschinenbautechnik LK 2021
Thema: Schraubenverbindungen und Bewegungsgewinde · Aus der Prüfung LK (2021)
Aufgabenstellung
3 Die Schraubenverbindung der Stirnräder (Pos. 7 und 8) besteht aus acht Schrauben (Pos. 34) und soll das vorhandene Drehmoment mit 15-facher Sicherheit übertragen. Der wirksame Reibdurchmesser beträgt . Die Stirnräder und Schrauben werden trocken montiert, weshalb von einem Reibungskoeffizienten von auszugehen ist. Die Schrauben sollen maximal bis zu der Streckgrenze belastet werden.
3.1
Analysieren Sie die Schraubenverbindungen hinsichtlich der auftretenden Beanspruchungen und überprüfen Sie, ob der gewählte Schraubentyp dieser Beanspruchung standhält.
Hinweis: Wenn Sie das Abtriebsdrehmoment in Aufgabe 2.1 nicht ermittelt haben, ist mit weiterzurechnen.
[13 BE]
3.2
Gehen Sie davon aus, dass die Schraubenverbindung in Aufgabe 3.1 der auftretenden Beanspruchung nicht standhält. Beschreiben Sie eine für diesen Fall angemessene Lösungsmöglichkeit mit möglichst geringem konstruktivem Aufwand und weisen Sie deren Wirksamkeit nach.
Hinweis: Wenn Sie die in den Schrauben vorhandene Zugspannung nicht ermittelt haben, ist mit weiterzurechnen.
[4 BE]
3.3
Berechnen Sie das erforderliche Anzugsdrehmoment für die Schrauben (Pos. 34) mithilfe von Material 4.
Material 4: Schraubenberechnung
Erforderliches Anziehdrehmoment :
· · ·
Nmm · N · mm · 1
: Montagevorspannkraft
: Flankendurchmesser am Gewinde
: Gewindedurchmesser (zum Beispiel ist für das Gewinde M10 der Durchmesser )
: Steigungswinkel am Gewinde
: Reibwinkel am Gewinde
: Gleitreibzahl der Kopf- oder Mutterauflagefläche ( für St/St, trocken; für St/GG, trocken)
Richtwerte für Reibzahlen und Reibwinkel für metrisches ISO-Regelgewinde:
Hinweis: Wenn Sie die Spannkraft pro Schraube in Aufgabe 3.1 nicht ermittelt haben, ist mit weiterzurechnen.
[10 BE]

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
3.1 Beanspruchungsart und Übertragungsprinzip
Lösung: Reibschlüssige Drehmomentübertragung; Schrauben werden auf Zug beansprucht (Vorspannkraft), nicht auf Abscherung.
3.1 Erforderliche Normalkraft (Vorspannkraft) pro Schraube ()
Lösung: /
3.1 Vorhandene Zugspannung in den Schrauben
Lösung: /
3.1 Überprüfung und Schlussfolgerung bezüglich der Festigkeit
Lösung: Die Schrauben halten der Beanspruchung nicht stand, da die zulässige Spannung () kleiner als die vorhandene Zugspannung () ist.
3.2 Lösungsvorschlag und rechnerischer Nachweis
Lösung: Verwendung von Schrauben einer höheren Festigkeitsklasse, z. B. 8.8 (zulässige Spannung ).
3.3 Erforderliches Anzugsdrehmoment
Lösung: /
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