Problema 2 · Alemán PAU Aragón Ordinaria 2025

Tema: Preguntas de comprensión sobre el texto (Fragen zum Text) · Del examen Ordinaria (2025)

Enunciado

Kann die Erde 8 Milliarden Menschen ernähren?

Im Jahr 2022 hat die Weltbevölkerung 8 Milliarden Menschen erreicht: Das ist eine weitere Milliarde Menschen in etwas mehr als zehn Jahren. Viele fragen sich, ob die Erde natürliche Ressourcen für so viele Menschen hat.

In Niger werden heute durchschnittlich 6,75 Kinder geboren, in vielen anderen Staaten südlich der Sahara vier bis fünf. Bei diesem Wachstumsrhythmus besonders in Afrika und in einigen Ländern Asiens könnte die Weltbevölkerung bis 2050 fast 10 Milliarden Menschen erreichen. Die Weltbevölkerung wächst weiter, obwohl in anderen Ländern die Geburtenrate sinkt. Das liegt daran, dass die Menschen länger leben – seit 1950 im Durchschnitt etwa 25 Jahre länger.

Dieses Wachstum hat große Auswirkungen auf die Umwelt. Mehr Menschen brauchen mehr Nahrung, Wasser, Energie und Platz. Wälder verschwinden, um Platz für Landwirtschaft und Städte zu schaffen. Der Klimawandel wird durch den hohen Energieverbrauch verstärkt. Besonders in reichen Ländern wie den USA und Europa ist der Konsum sehr hoch. Würden alle so leben wie in den USA, bräuchten wir die Ressourcen von fünf Erden. Dagegen verbrauchen Länder wie Indien mit viermal so viel Einwohner viel weniger.

Das Problem ist also nicht nur die Anzahl der Menschen, sondern wie wir leben und konsumieren. Vor allem in reichen Ländern wird viel mehr verbraucht als in ärmeren Ländern. Bevölkerungsforscher Reiner Klingholz spricht von der »doppelten Überbevölkerung«: Der Westen konsumiert übermäßig, während Länder in Afrika und Asien schnell wachsen. Auch bei niedrigen Geburtenraten, wie wir sie in Europa, den USA oder heute auch in China finden, bleibt der hohe Ressourcenverbrauch eine Herausforderung. Bevölkerungsexperten betonen, dass Einkommen und Konsumverhalten entscheidender sind als Bevölkerungswachstum.

Wie kann man die Probleme lösen?

Bevölkerungsforscher Reiner Klingholz sagt, dass es vier wesentliche Faktoren gibt, um die Geburtenrate zu senken: Gesundheit, Bildung, Jobs und Frauenrechte. Experten betonen aber auch, dass wir unbedingt unseren Lebensstil ändern müssen. Zum Beispiel sollten wir weniger Fleisch essen, da die Produktion von Fleisch sehr viel Wasser und Energie verbraucht. Auch nachhaltige Energiequellen wie Solar- und Windenergie sind wichtig, um die Umwelt zu schützen. Wohnen spielt ebenfalls eine Rolle. Große Häuser verbrauchen mehr Energie als kleine Wohnungen oder gemeinschaftliche Wohnformen. Es ist auch wichtig, weniger zu fliegen und auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Um die Erde zu schützen, müssen alle Länder zusammenarbeiten. Reiche Länder müssen ihren Konsum reduzieren und ärmeren Ländern helfen, sich nachhaltig zu entwickeln. Gleichzeitig müssen wir lernen, mit weniger zufrieden zu sein. So können wir die Erde für kommende Generationen erhalten.

(Gekürzt und verändert aus <www.dw.com/de> und <www.spiegel.de>)

2. Leseverstehen und schriftlicher Ausdruck (2,4 Punkte)

Wählen Sie drei der vier Fragen unten und antworten Sie anhand der Informationen im Text. Benutzen Sie möglichst Ihre eigenen Worte.

Bewertung: Sie bekommen pro Aufgabe bis zu 0,5 Punkte für das Leseverstehen (Inhalt) und bis zu 0,3 Punkte für den schriftlichen Ausdruck. Wenn Sie alle vier Fragen beantworten, werden nur die ersten drei bewertet.

2.1.

Welche zwei Faktoren führen dazu, dass die Bevölkerung der Erde so stark wächst?

2.2.

In welchen konkreten Ländern und Kontinenten ist das Problem heute nicht (oder nicht mehr) das Bevölkerungswachstum?

2.3.

In welcher Weise ist das hohe Bevölkerungswachstum ein Problem für die Natur?

2.4.

Was könnten wir an unseren Lebensgewohnheiten ändern, um Energie zu sparen? Nennen Sie zwei Beispiele.

Enunciado: Problema 2 · Alemán PAU Aragón Ordinaria 2025

Solución

Según los criterios oficiales de corrección

2.1. Welche zwei Faktoren führen dazu, dass die Bevölkerung der Erde so stark wächst?

Solución: Zum einen werden in manchen Weltregionen (besonders in Afrika und einigen Ländern Asiens) sehr viele Kinder geboren. Zum anderen leben die Menschen heute im Durchschnitt viel länger als früher (seit 1950 etwa 25 Jahre länger).

2.2. In welchen konkreten Ländern und Kontinenten ist das Problem heute nicht (oder nicht mehr) das Bevölkerungswachstum?

Solución: In Europa, in den USA und in China ist das Problem heute nicht mehr das Bevölkerungswachstum, da dort die Geburtenraten niedrig sind bzw. sinken. Dort ist das Hauptproblem der hohe Ressourcenverbrauch.

2.3. In welcher Weise ist das hohe Bevölkerungswachstum ein Problem für die Natur?

Solución: Mehr Menschen verbrauchen mehr Nahrung, Wasser, Energie und Platz. Dadurch verschwinden Wälder, um Raum für Landwirtschaft und Städte zu schaffen, und der hohe Energieverbrauch verstärkt den Klimawandel.

2.4. Was könnten wir an unseren Lebensgewohnheiten ändern, um Energie zu sparen? Nennen Sie zwei Beispiele.

Solución: Wir könnten weniger Fleisch essen (da die Fleischproduktion viel Wasser und Energie verbraucht), in kleineren Wohnungen oder Gemeinschaftsformen leben, weniger fliegen oder umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen.

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