Sujet 1 - Partie 1 · Bac Allemand Métropole 2023
Thème : Voyages de découverte et d'exploration · Tiré du sujet Métropole France (2023)
Énoncé
Sujet 1
Thématique: « Voyages: circulation des hommes et des idées »
Axe d'étude: Voyages de découverte et d'exploration
Partie 1: Synthèse du dossier (16 points)
Fassen Sie den Inhalt des vorliegenden Dossiers zusammen (ca. 500 Wörter), indem Sie insbesondere auf folgende Punkte eingehen:
Präsentieren Sie die Texte und das Bild. Zeigen Sie dabei Merkmale auf, mit denen die Idee des Reisens in den drei Dokumenten charakterisiert wird.
Untersuchen Sie, wie der Begriff „Grenze“ in den verschiedenen Dokumenten dargestellt wird.
Erarbeiten Sie das Verhältnis zwischen Risiko und Nutzen des Reisens in den verschiedenen Dokumenten.

Corrigé
Corrigé proposé par AprenAI (non officiel)
Fassen Sie den Inhalt des vorliegenden Dossiers zusammen (ca. 500 Wörter), indem Sie insbesondere auf folgende Punkte eingehen: Präsentieren Sie die Texte und das Bild; untersuchen Sie den Begriff „Grenze“; erarbeiten Sie das Verhältnis zwischen Risiko und Nutzen des Reisens.
Réponse : Musterlösung für die Synthese (ca. 500 Wörter): Das vorliegende Dossier befasst sich mit der Thematik „Reisen: Zirkulation von Menschen und Ideen“. Es beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Reisefreiheit, Grenzüberwindung und persönlichem Wagnis. Das Dossier setzt sich aus drei Dokumenten zusammen: - einem Auszug aus Friedrich Christian Delius' Roman *Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus* (1995, Dok. A), - einem geschichtswissenschaftlichen Artikel von Hasso Spode aus dem Jahr 2021 (Dok. B), - einer symbolischen Bildgrafik von SWR.de mit dem Titel *Aufbruch in ein neues Leben* (Dok. C). 1. Die Idee des Reisens in den Dokumenten In allen drei Dokumenten erscheint das Reisen als existenzielles Bedürfnis nach Freiheit, Selbstverwirklichung und Entgrenzung. Im Roman (Dok. A) ist die Reise für den DDR-Kellner Paul Gompitz kein bloßer Konsumakt, sondern ein Lebenstraum. Es ist eine Bildungs- und Sehnsuchtsreise nach Italien („nach Syrakus“), für die er jahrelang plant und sein Leben aufs Spiel setzt. Dok. B fasst die Tourismusgeschichte als eine fortschreitende „Überwindungsgeschichte“ zusammen. Das Reisen „um zu reisen“ hat sich von einem elitären Phänomen des 18. Jahrhunderts zu einem globalen Massenbedürfnis und einem grundlegenden Freiheitsrecht entwickelt. Die Grafik (Dok. C) veranschaulicht diesen Impuls allegorisch: Ein roter Fisch springt mutig aus dem beengten Goldfischglas heraus. Das Bild steht für den Ausbruch aus der Monotonie und den Drang ins Weite. 2. Die Darstellung des Begriffs „Grenze“ Der Begriff der Grenze wird auf unterschiedlichen Ebenen reflektiert. In Dok. A ist die Grenze physisch, politisch und brutal: Es ist die innerdeutsche Grenze aus „Mauern und Drähten“, die als unüberwindbar gilt. Grenzen sind hier Repressionsinstrumente eines autoritären Regimes. Dok. B zeigt die Grenze als historisch wandelbare Schranke. Nach Jahrzehnten grenzenloser Mobilität im Schengen-Raum führt die Corona-Pandemie 2020 plötzlich zur Wiedereinführung geschlossener Grenzen. Das beweist die Fragilität vermeintlich selbstverständlicher Freiheiten. In Dok. C wird die Grenze räumlich und psychologisch durch den Glasrand des Aquariums dargestellt: Sie trennt den engen, sicheren Lebensraum von der unbegrenzten Außenwelt. 3. Verhältnis zwischen Risiko und Nutzen des Reisens In Dok. A steht dem immensen Risiko des Scheiterns (Gefängnis oder Tod bei der Flucht über die Ostsee) der unschätzbare Gewinn individueller Freiheit und die Erfüllung des Lebenstraums gegenüber. Allerdings zahlt Paul auch einen seelischen Preis: In Rom angekommen, empfindet er Einsamkeit und Trauer, weil er das Erlebte nicht mit seiner geliebten Helga teilen kann. In Dok. B birgt das Reisen während einer Pandemie das Risiko der Krankheitsübertragung, weshalb der Staat die Mobilität reglementiert. Dennoch zeigt Spode, dass der Nutzen und der Drang zur Mobilität auf lange Sicht krisenresistent bleiben. In Dok. C riskiert der springende Fisch alles: Verfehlt er das neue Gefäß, landet er außerhalb des Wassers und stirbt. Der Sprung verspricht ihm aber einen größeren Lebensraum und einen Neuanfang, wie der Titel *Aufbruch in ein neues Leben* andeutet. Fazit Alle drei Dokumente zeigen, dass Reisen mehr ist als Ortswechsel. Es ist Ausdruck des menschlichen Freiheitsdrangs, der Grenzen hinterfragt und überwindet. Ob politisch (Dok. A), gesundheitlich-historisch (Dok. B) oder symbolisch (Dok. C): Der Aufbruch ins Unbekannte ist stets mit Risiken verbunden. Doch der mögliche Gewinn an Freiheit, Erfahrung und Selbstverwirklichung lässt die Menschen dieses Wagnis immer wieder eingehen.
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