Aufgabe 3 · Abitur NRW Physik GK · Fullerene GN 2025
Thema: Quantenobjekte · Aus der Prüfung GK · Fullerene GN (2025)
Aufgabenstellung
Material 1: Experiment von 1999
Informationen zum Versuchsaufbau von 1999 mit -Molekülen:
Der Ausgangsstoff Graphit zur Erzeugung der Fullerene liegt bei Raumtemperatur als Feststoff vor. Vereinfacht betrachtet wird diesem Feststoff im Ofen Energie zugeführt, wodurch Atome aus dem Atomgitter herausgelöst werden, die sich in Folgeprozessen zu -Molekülen verbinden. Die -Moleküle besitzen eine breite Geschwindigkeitsverteilung. Die mittlere Geschwindigkeit der -Moleküle steigt mit zunehmender Ofentemperatur. Durch die Öffnung an der Stirnseite des Ofens treten -Moleküle aus. Mithilfe der Blende entsteht ein Strahl, dessen Intensität ebenfalls mit zunehmender Ofentemperatur steigt. Ein Gitter besteht aus vielen nebeneinander angeordneten Einzelspalten. Das Gitter kann hier wie ein Doppelspalt behandelt werden. Die Maxima und Minima liegen an denselben Stellen. Durch die Verschiebung des Detektors ist eine ortsaufgelöste Messung der -Moleküle hinter dem Gitter möglich.
Versuchsdaten von 1999:
♦ Masse eines -Moleküls:
♦ Durchmesser eines -Moleküls:
♦ Ofentemperatur:
♦ mittlere Geschwindigkeit der -Moleküle:
♦ mittlerer Zeitabstand zweier hintereinander aus dem Ofen austretender -Moleküle:
♦ Spaltmittenabstand benachbarter Spalte des Doppelspalts (vereinfacht statt eines Gitters):
♦ Abstand Gitter–Detektor:
Material 2: Interferenzbilder der Experimente von 1999 und 2003
Beide Diagramme geben jeweils die Anzahl der Zählerereignisse des Detektors an einer bestimmten Position während einer festgelegten Zeit an. Die Position des Detektors variiert parallel zur Gitterebene wie in M 1, Abb. 1 dargestellt.
3 Im Jahr 2003 wurde das Experiment bei prinzipiell gleichem Versuchsaufbau wiederholt. Neben weiteren Verbesserungen des Aufbaus konnte auch die Ofentemperatur variiert werden. Die Größe der Öffnung des Ofens wurde nicht verändert. Die Einflüsse der Ofentemperatur auf den Strahl von -Molekülen sind in Material 1 aufgeführt.
Erklären Sie anhand zweier Eigenschaften des Diagramms in Abbildung 4, dass bei der Messung von 2003 eine geringere Ofentemperatur als 1999 (Abb. 3) verwendet wurde.

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
3. Erklären Sie anhand zweier Eigenschaften des Diagramms in Abbildung 4, dass bei der Messung von 2003 eine geringere Ofentemperatur als 1999 (Abb. 3) verwendet wurde: 1. Eigenschaft (Abstand der Maxima)
Lösung: Bei geringerer Temperatur ist die mittlere Geschwindigkeit geringer und somit die de-Broglie-Wellenlänge größer, weshalb der Abstand der Maxima in Abb. 4 größer ist als in Abb. 3.
3. Erklären Sie anhand zweier Eigenschaften des Diagramms in Abbildung 4, dass bei der Messung von 2003 eine geringere Ofentemperatur als 1999 (Abb. 3) verwendet wurde: 2. Eigenschaft (Zählrate / Intensität)
Lösung: Eine niedrigere Ofentemperatur führt zu einer geringeren Emission von Molekülen, weshalb die Zählrate im Jahr 2003 deutlich geringer war als 1999.
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