Aufgabe Modul B - 2.1, 2.3, 2.5 · Abitur Hessen Chemietechnik LK 2021

Thema: Elektrochemie: Elektrolyse, galvanische Zellen, Batterien und Brennstoffzellen · Aus der Prüfung LK (2021)

Aufgabenstellung

Neben den konventionellen Antrieben mit Verbrennungsmotoren kommen zunehmend Elektroantriebe auf den Markt. Zumeist beziehen Elektrofahrzeuge ihre Energie aus mitgeführten Energiespeichern, die zuvor ausreichend betankt bzw. aufgeladen werden. In Elektrofahrzeuge eingebaute Brennstoffzellen hingegen erzeugen elektrischen Strom direkt aus einem Kraftstoff, z. B. Wasserstoff.

Material 4: Schematische Darstellung einer alkalischen Brennstoffzelle

Material 5: Verfahrensfließbild der Methanol-Herstellung

2.1 Alkalische Brennstoffzelle

Die Brennstoffzelle wandelt chemische in elektrische Energie um. Material 4 zeigt die schematische Darstellung einer Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzelle mit dem alkalischen Elektrolyten Kaliumhydroxid KOH.

Ordnen Sie den Verbindungen A, B und C die entsprechenden Moleküle zu:

Anode:

Kathode:

Bruttoreaktion:

2.3 Wasserelektrolyse

Zur technischen Gewinnung von Wasserstoff wird, wenn kostengünstige elektrische Energie zur Verfügung steht, die Wasserelektrolyse durchgeführt. Elektroden tauchen dabei in Wasser ein, das durch Zugabe von etwas Schwefelsäure leitender gemacht wird. Bei der Elektrolyse dieser verdünnten Schwefelsäure wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt:2 H2O (l)→2 H2 (g)+O2 (g)2\,\mathrm{H_2O}\,(\mathrm{l}) \rightarrow 2\,\mathrm{H_2}\,(\mathrm{g}) + \mathrm{O_2}\,(\mathrm{g})Berechnen Sie die Masse an Wasserstoff, die bei dieser Elektrolyse mit einer Stromstärke von I=2,00 kAI = 2{,}00\,\mathrm{kA} und einer Stromausbeute von 87,5 %87{,}5\,\% in einem Zeitraum von 4,00 Stunden4{,}00\,\mathrm{Stunden} abgeschieden wird.

2.5 Vergleich Batterie und Akkumulator

Neben der Brennstoffzelle kommen in E-Autos auch alternative Energie-Speichertechniken, im Wesentlichen in Form von Lithium-Ionen-Akkumulatoren, zum Einsatz. Diese gehören zu den sogenannten Sekundärelementen.

Beschreiben Sie an jeweils einem selbst gewählten Beispiel den Unterschied zwischen einer Batterie (Primärelement) und einem Akkumulator (Sekundärelement).

Aufgabenstellung: Aufgabe Modul B - 2.1, 2.3, 2.5 · Abitur Hessen Chemietechnik LK 2021

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

Verbindung A

Lösung: Wasserstoff / H2

Verbindung B

Lösung: Sauerstoff / O2

Verbindung C

Lösung: Wasser / H2O

Erklären Sie die elektrochemischen Vorgänge in der Brennstoffzelle.

Lösung: In der Brennstoffzelle werden Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser umgesetzt, dabei wird chemische in elektrische Energie umgewandelt. Wasserstoff wird dem System an der Anode zugeführt und dort oxidiert. Zusammen mit OH−\mathrm{OH^-}-Ionen, die an der Kathode durch Reduktion von Sauerstoff gebildet werden und über den Elektrolyten zur Anode gelangen, bildet sich an der Anode das Reaktionsprodukt Wasser, welches ständig abgeführt wird. Die an der Anode frei werdenden Elektronen wandern über den äußeren Stromleiter zur Kathode.

Reaktionsgleichung Anode

Lösung: 2 H2 + 4 OH- -> 4 H2O + 4 e-

Reaktionsgleichung Kathode

Lösung: O2 + 2 H2O + 4 e- -> 4 OH-

Bruttoreaktionsgleichung

Lösung: 2 H2 + O2 -> 2 H2O

Berechnen Sie die Masse an Wasserstoff, die bei dieser Elektrolyse mit einer Stromstärke von I=2,00 kAI = 2{,}00\,\mathrm{kA} und einer Stromausbeute von 87,5 %87{,}5\,\% in einem Zeitraum von 4,00 Stunden4{,}00\,\mathrm{Stunden} abgeschieden wird.

Lösung: 264264 g / 0,2640{,}264 kg

Beschreiben Sie an jeweils einem selbst gewählten Beispiel den Unterschied zwischen einer Batterie (Primärelement) und einem Akkumulator (Sekundärelement).

Lösung: Ein Primärelement (Batterie) ist ein galvanisches Element, das chemische in elektrische Energie umwandelt und nicht wieder aufgeladen werden kann. Beispiel: Leclanché-Element (Zinkanode, Ammoniumchlorid-Elektrolyt, Braunstein-Kathode; Zink bildet schwer lösliche Komplexe, Rückreaktion nicht möglich). Ein Sekundärelement (Akkumulator) zeichnet sich dadurch aus, dass die elektrochemischen Vorgänge durch Anlegen einer äußeren Spannung umkehrbar sind (wiederaufladbar). Beispiel: Nickel-Cadmium-Akkumulator oder Lithium-Ionen-Akkumulator.

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