Aufgabe 2 · Abitur NRW Biologie LK · Herbizide-EN 2025
Thema: Fotosynthese · Aus der Prüfung LK · Herbizide-EN (2025)
Aufgabenstellung
Material 2: Wirkung von Tembotrion
Viele Landwirte setzen Tembotrion als Herbizid ein. Tembotrion wirkt selektiv auf Wildkräuter ohne Kulturpflanzen zu schädigen. In einer Versuchsreihe wurden einige Blätter eines Wildkrauts mit Tembotrion behandelt, andere hingegen nicht (Kontrolle). Dann wurden ihre Blattfarbstoffe extrahiert, getrennt und auf lichtdurchlässige Trägerplatten aufgetragen. Die Auswirkungen der Bestrahlung mit künstlichem Licht (Versuch 1) und mit Sonnenlicht (Versuch 2) wurden untersucht (Abb. 2).
In einer weiteren Versuchsreihe (Abb. 3) wurde Bermudagras-Pflanzen der Wirkstoff Tembotrion an Tag 0 verabreicht, während eine Kontrollgruppe unbehandelt blieb. An Tag 1 erfolgte die erste Messung:
2 Werten Sie die Abbildung 2 aus und erklären Sie die Wirkung von Tembotrion auf das Wachstum von Wildkräutern (M 2). [11 BE]
Leiten Sie aus Abbildung 3 eine wirkungsvolle Behandlungsmethode ab, um einen nachhaltigen Erfolg bei der Bekämpfung von Wildkräutern mit Tembotrion zu erzielen (M 2).

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
Werten Sie die Abbildung 2 aus und erklären Sie die Wirkung von Tembotrion auf das Wachstum von Wildkräutern (M 2).
Lösung: Auswerten: • Die Verwendung von Tembotrion führt zu einem niedrigeren Carotinoidgehalt. • Bei künstlichem Licht bleibt unter Einfluss von Tembotrion der Chlorophyllgehalt unverändert, da künstliches Licht keine UV-Strahlung enthält und der Abbau der Carotinoide ohne Wirkung auf den Chlorophyllgehalt bleibt. • Bei Sonnenlicht kann unter Einfluss von Tembotrion die UV-Strahlung nicht mehr von den Carotinoiden reflektiert werden, so dass diese das Chlorophyll teilweise zerstört und zu einem niedrigeren Chlorophyllgehalt führt. Erklären: • Der Abbau von Chlorophyll führt zu einer geringeren Fotosyntheserate der Wildkräuter. Es kommt zu einer verringerten Bildung von Assimilaten, woraufhin das Wachstum der Wildkräuter eingeschränkt ist.
Leiten Sie aus Abbildung 3 eine wirkungsvolle Behandlungsmethode ab, um einen nachhaltigen Erfolg bei der Bekämpfung von Wildkräutern mit Tembotrion zu erzielen (M 2).
Lösung: Ableiten: • Von Tag 7 an nimmt der Chlorophyllgehalt zunächst nur leicht zu, ab Tag 15 erfolgt eine schnelle Zunahme, so dass bereits an Tag 30 weitgehend der Ausgangswert des Chlorophyllgehalts der Kontrollgruppe ohne Tembotrionbehandlung wieder erreicht ist. • Um einen nachhaltigen Behandlungserfolg zu erzielen, muss das Herbizid nach wenigen Wochen erneut angewendet werden.
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