Aufgabe Vorschlag B - 1 - Public Health und Prävention · Abitur Hessen Gesundheitsökonomie GK 2022
Thema: Public Health: Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsziele · Aus der Prüfung GK (2022)
Aufgabenstellung
Die Gesundheitssysteme der Schweiz und Deutschlands im Vergleich / Vergütung von Krankenhäusern
1 Wie aus einer Umfrage des Commonwealth Fund hervorgeht, sind die Schweizerinnen und Schweizer mit ihrem Gesundheitssystem zufrieden.
1.3
Expertinnen und Experten plädieren dafür, die Bekämpfung der Corona-Pandemie in die deutschen Gesundheitsziele aufzunehmen.
Untersuchen Sie auf der Grundlage der Auswahlkriterien, inwiefern eine Aufnahme in die deutschen Gesundheitsziele möglich ist. (11 BE)
1.4
Im Rahmen von Prävention lassen sich u. a. die folgenden Strategien unterscheiden: Verhältnis- und Verhaltensprävention, universelle und zielgruppenspezifische Prävention sowie Primär- und Sekundärprävention.
Stellen Sie diese Präventionsmaßnahmen dar und beschreiben Sie jeweils ein Beispiel im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. (12 BE)
Hinweis: Eine Mehrfachzuordnung von Maßnahmen zu den Präventionsarten ist zulässig.
1.5
Beurteilen Sie die Aussage, dass aufgrund des Präventionsparadoxons der Erfolg der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gefährdet ist. (8 BE)

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
1.3 Experten plädieren dafür, die Bekämpfung der Corona-Pandemie in die deutschen Gesundheitsziele aufzunehmen. Untersuchen Sie auf der Grundlage der Auswahlkriterien, inwiefern eine Aufnahme in die deutschen Gesundheitsziele möglich ist.
Lösung: Eine Aufnahme ist möglich und sinnvoll, da alle zentralen Kriterien für deutsche Gesundheitsziele erfüllt werden: hohe Krankheitslast und Mortalität, bestehende Interventionsmöglichkeiten (Impfung, AHA+L), Beitrag zur Verminderung gesundheitlicher Ungleichheit, Einbindung relevanter Akteure, gute Messbarkeit (Inzidenz, R-Wert, ITS-Auslastung) sowie ethische Vertretbarkeit.
1.4 Stellen Sie diese Präventionsmaßnahmen dar und beschreiben Sie jeweils ein Beispiel im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie (Verhältnis- und Verhaltensprävention, universelle und zielgruppenspezifische Prävention sowie Primär- und Sekundärprävention).
Lösung: Verhältnisprävention (Änderung der Umwelt-/Lebensbedingungen; z. B. Geschäftsschließungen, Schulschließungen, Ausgangsbeschränkungen). Verhaltensprävention (Änderung individuellen Risikoverhaltens; z. B. Appelle zur Kontaktreduktion, Reisewarnungen). Universelle Prävention (Gesamtbevölkerung; z. B. Maskenpflicht, Abstandsregeln, allgemeine Ausgangsbeschränkungen). Zielgruppenspezifische Prävention (bestimmte Risikogruppen; z. B. Impfpriorisierung für Ältere/Vulnerable, kostenlose FFP2-Masken für Risikogruppen, Tests für medizinisches Personal). Primärprävention (vor Eintreten der Krankheit bei Gesunden; z. B. Impfungen, Maskenpflicht zur Infektionsvermeidung). Sekundärprävention (Frühstadium/akut Erkrankte zur Progressions-/Chronifizierungshemmung; z. B. symptombezogene Therapien, antivirale Frühmedikation, Sauerstoff-/Beatmungstherapie).
1.5 Beurteilen Sie die Aussage, dass aufgrund des Präventionsparadoxons der Erfolg der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gefährdet ist.
Lösung: Die Aussage trifft in hohem Maße zu: Da der individuelle Nutzen für junge/gesunde Personen mit geringem Krankheitsrisiko gering erscheint, sinkt deren Bereitschaft zur Einhaltung belastender Maßnahmen. Zudem führt der Erfolg von Maßnahmen (niedrige Infektionszahlen) trügerisch dazu, dass die Gefahr verharmlost wird und die Adhärenz nachlässt, wodurch der Gesamterfolg gefährdet wird.
Die ausführliche Erklärung Schritt für Schritt (mit KI) gibt es mit Premium. Premium
Löse sie direkt hier: automatische Korrektur, Hinweise und Lösung Schritt für Schritt.
Aufgabe Vorschlag A - Aufgabe 1.5 · GK 2021 ›