Aufgabe Vorschlag C - Aufgaben 3.1 und 3.2 · Abitur Hessen Biologietechnik LK 2021
Thema: Molekularbiologische Analyseverfahren · Aus der Prüfung LK (2021)
Aufgabenstellung
Forscher des Instituts für Medizinische Virologie der Universität Gießen untersuchten die Wirkung des Senföls Allylisothiocyanat auf die Vermehrung von Grippeviren vom Typ H1N1 (RNA-Virus), der sogenannten „Schweinegrippe“.
Material 8
Dünnschicht-Chromatogramm verschiedener Senföle
3.1
Senfölgemische sollen chromatographisch getrennt werden. Material 8 zeigt ein Chromatogramm.
Erläutern Sie die theoretischen Grundlagen der Dünnschichtchromatographie und erklären Sie die Trennwirkung. [5 BE]
3.2
Bestimmen Sie die -Werte der Substanzflecken des Stoffgemischs B und begründen Sie die Eignung des Fließmittels für die verschiedenen Senföle A bis E (Material 8). [6 BE]

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
3.1 Erläutern Sie die theoretischen Grundlagen der Dünnschichtchromatographie und erklären Sie die Trennwirkung.
Lösung: Ein Dünnschicht-Chromatogramm dient zur Auftrennung von Stoffgemischen, Chromatographie ist also ein physikalisch-chemisches Trennverfahren, bei dem die zu trennenden Substanzen zwischen einer mobilen und einer stationären Phase verteilt werden. Eine mobile Phase, die das zu trennende Gemisch mit sich führt, fließt über eine stationäre Phase. Aufgrund der Wechselwirkungen zwischen der Probe, der stationären Phase und der mobilen Phase werden einzelne Substanzen unterschiedlich schnell weitertransportiert, da die in der mobilen Phase gelösten Stoffe von der stationären Phase unterschiedlich stark zurückgehalten werden, wodurch es zu einer Auftrennung der Substanzen kommt. Es wird nach Polarität der zu trennenden Substanzen selektiert in Abhängigkeit vom Laufmittel.
3.2 Bestimmen Sie den Rf-Wert des Flecks B1.
Lösung: 0,53
3.2 Bestimmen Sie den Rf-Wert des Flecks B2.
Lösung: 0,2
3.2 Begründen Sie die Eignung des Fließmittels für die verschiedenen Senföle A bis E (Material 8).
Lösung: Das Fließmittel eignet sich gut für A und die Gemische B und C, denn in beiden Fällen erfolgt eine gute Auftrennung, weil die Komponenten des Gemischs sich deutlich in ihren Wechselwirkungen mit der stationären und der mobilen Phase unterscheiden. Weniger gut ist es für D geeignet, da die Flecken nicht deutlich getrennt vorliegen. Die Wechselwirkungen sind hier offensichtlich sehr ähnlich. Auch für E ist es weniger gut geeignet, weil noch ein Fleck auf der Startlinie zurückgeblieben ist.
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