Agrarwissenschaften studieren

Was man in Agrarwissenschaften lernt, Module, Berufsfelder und Jobaussichten, Abschlüsse, Zulassung und NC, mit amtlichen Zahlen.

Was lernt man im Agrarwissenschaften-Studium?

Agrarwissenschaften beschäftigen sich mit der Erzeugung von Lebensmitteln und Rohstoffen: Pflanzenbau, Tierhaltung, Böden, Technik und Betriebswirtschaft. Du lernst Grundlagen in Biologie, Chemie und Statistik und später, wie man Betriebe nachhaltig führt, Tiere artgerecht hält oder neue Pflanzensorten züchtet. Ein längeres Praktikum auf einem Betrieb gehört meist dazu. An Hochschulen für angewandte Wissenschaften heißt das Fach oft Landwirtschaft und ist besonders praxisnah.

Quellen: uni-goettingen.de · hswt.de

Welche Module hat Agrarwissenschaften?

Typische Module: Biologie der Pflanze und Biologie der Tiere, Chemie und Physik, Landwirtschaftliche Betriebslehre, Agrarökologie und Umweltpolitik, Agrarpolitik und landwirtschaftliche Marktlehre, Agrartechnik, Tierernährung, Tierzucht und Nutztierhaltung, Phytomedizin und Pflanzenernährung, Bodenkunde und Pflanzenbau, Pflanzenzüchtung und Graslandwirtschaft.

Quelle

Was kann man mit Agrarwissenschaften werden?

Berufsfelder: Landwirtschaft und Führung von Agrarbetrieben, Vorgelagerte Bereiche (z. B. Düngemittel, Pflanzenzucht), Nachgelagerte Bereiche (z. B. Handel, Nahrungsmittelindustrie), Agribusiness, Dienstleistungen und wissenschaftliche Einrichtungen und Banken und Versicherungen.

Quelle

Wie lange dauert ein Agrarwissenschaften-Studium?

B.Sc.: 6 Semester Regelstudienzeit (180 Credits, fünf Studienschwerpunkte ab dem 4. Semester; 6-monatiges Praktikum bis zum 5. Semester); B.Sc.: 7 Semester Regelstudienzeit (Landwirtschaft; auch als Verbundstudium mit Berufsabschluss Landwirt/in in 4,5 Jahren).

Braucht man einen NC für Agrarwissenschaften?

Meist ohne NC: Göttingen und Triesdorf sind zulassungsfrei. Triesdorf erwartet ein sechswöchiges Vorpraktikum auf einem landwirtschaftlichen Betrieb (oder FOS Agrar/Technik bzw. passende Ausbildung); in Göttingen wird ein Vorpraktikum nur empfohlen.

Wie viele brechen Agrarwissenschaften ab?

Von denen, die 2021 ein Studium (Bachelorstudiengänge) in der Fächergruppe «Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin» begonnen haben, haben 13,1 % es innerhalb von 3 Semestern abgebrochen: exmatrikuliert oder endgültig nicht bestanden, ohne Rückkehr. Spätere Abbrüche und Fachwechsel zählen hier nicht mit (Statistisches Bundesamt, Studienverlaufsstatistik).

Statistisches Bundesamt (Destatis), Studienverlaufsstatistik

Schafft man Agrarwissenschaften in der Regelstudienzeit?

Im Studienbereich «Agrarwissenschaften, Lebensmittel- und Getränketechnologie» haben im Prüfungsjahr 2024 17,9 % der Absolventinnen und Absolventen (Bachelorabschluss) in der Regelstudienzeit abgeschlossen, 66,3 % mit höchstens 2 Semestern mehr. Im Mittel (Median) dauerte das Studium im Fach bis zum Bachelor 7,7 Semester. Quelle: Statistisches Bundesamt.

Statistisches Bundesamt (Destatis), nichtmonetäre hochschulstatistische Kennzahlen

Wie viele studieren Agrarwissenschaften?

Im WS 2025/26 waren in Deutschland 13.305 Studierende im Fach «Agrarwissenschaft/Landwirtschaft» eingeschrieben, 3.367 davon im ersten Fachsemester; 48 % sind Frauen (Destatis).

Statistisches Bundesamt (Destatis): Statistischer Bericht – Statistik der Studierenden – Wintersemester 2025/2026, Tabelle 21311-13, Wiesbaden 2026

Was verdient man mit Agrarwissenschaften?

Vollzeitbeschäftigte verdienten im April 2025 im Mittel (Median) brutto im Monat: Landwirtschaft (oS) 5.974 € und Landtechnik 6.971 €. Gezählt wird der ausgeübte Beruf, ohne Sonderzahlungen (Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung). Am Anfang liegt das Gehalt meist darunter.

BerufMedianFrauenMänner
Landwirtschaft (oS) - Experte5.974 €4.521 €6.281 €
Landtechnik - Experte6.971 €—7.229 €

Statistisches Bundesamt (Destatis), Verdiensterhebung, April 2025: brutto im Monat, Vollzeit, ohne Sonderzahlungen.

Passt Agrarwissenschaften zu mir?

Passt zu dir, wenn du dich für Natur, Tiere, Technik und Wirtschaft interessierst und gern praktisch arbeitest. Wer keinen landwirtschaftlichen Hintergrund hat, sollte vorher ein Praktikum machen.

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