Materialwissenschaft und Werkstofftechnik studieren

Was man in Materialwissenschaft und Werkstofftechnik lernt, Module, Berufsfelder und Jobaussichten, Abschlüsse, Zulassung und NC, mit amtlichen Zahlen.

Was lernt man im Materialwissenschaft und Werkstofftechnik-Studium?

In Materialwissenschaft und Werkstofftechnik geht es darum, wie Materialien aufgebaut sind und wie man sie herstellt, verarbeitet und verbessert: Metalle, nichtmetallische anorganische Werkstoffe, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe. Du lernst, warum ein Material leicht und trotzdem stabil ist oder Strom gut leitet, und wie man das gezielt verändert. Das braucht man zum Beispiel für bessere Batterien, Leichtbau, Mikrochips oder Recycling. Grundlage sind Mathe, Physik und Chemie, dazu kommen Technische Mechanik, Konstruktion und viele Laborpraktika.

Welche Module hat Materialwissenschaft und Werkstofftechnik?

Typische Module: Mathematik für MWT, Werkstoffe und ihre Struktur, Werkstofftechnologie – Materialkreisläufe, Mechanische Eigenschaften und Verarbeitung von Werkstoffen, Physik und Chemie, Metallische Werkstoffe, Nichtmetallische anorganische Werkstoffe, Polymerwerkstoffe und Verbundwerkstoffe und Literaturarbeit und Präsentationstechnik (mit English for Engineers).

Was kann man mit Materialwissenschaft und Werkstofftechnik werden?

Berufsfelder: Forschung und Entwicklung in der Industrie, Produktion, Verarbeitung und Qualitätssicherung, Technischer Vertrieb und Management, Automobil- und Luftfahrtindustrie, Energietechnik, Elektroindustrie und Mikroelektronik, Chemische Industrie und Medizintechnik, Umweltschutz und staatliche Einrichtungen und Forschungsinstitute und Universitäten.

Wie lange dauert ein Materialwissenschaft und Werkstofftechnik-Studium?

B.Sc.: 6 Semester Regelstudienzeit (Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, 180 ECTS, Industriepraktikum von drei Monaten, nur Wintersemester); B.Sc.: 6 Semester Regelstudienzeit (Materialwissenschaft, kleiner Jahrgang (ca. 30–50), kein Praktikum vor dem Studium nötig); B.Eng.: 7 Semester Regelstudienzeit (Materialien für Nachhaltigkeit, Schwerpunkte z. B. Werkstofftechnik & Materialographie oder Kunststofftechnik & Leichtbau).

Braucht man einen NC für Materialwissenschaft und Werkstofftechnik?

In allen drei Beispielen zulassungsfrei, also ohne NC. An der FAU schreibst du dich bis 30.09. ein, an der Uni Stuttgart bewirbst du dich bis 15. September (beide nur im Wintersemester). An der FAU musst du bis zum Abschluss ein Industriepraktikum von drei Monaten machen; einen Teil davon kannst du schon vor dem Studium erledigen.

Was braucht man, um als Ingenieurin/Ingenieur (geschützte Berufsbezeichnung) zu arbeiten?

Den Titel «Ingenieur» darfst du nach einem Studium von mindestens 6 Semestern und 180 ECTS führen, in dem Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik überwiegen. Geregelt ist das in den Ingenieurgesetzen der Länder, zum Beispiel in Bayern.

Wie viele brechen Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ab?

Von denen, die 2021 ein Studium (Bachelorstudiengänge) in der Fächergruppe «Ingenieurwissenschaften» begonnen haben, haben 14,6 % es innerhalb von 3 Semestern abgebrochen: exmatrikuliert oder endgültig nicht bestanden, ohne Rückkehr. Spätere Abbrüche und Fachwechsel zählen hier nicht mit (Statistisches Bundesamt, Studienverlaufsstatistik).

Schafft man Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in der Regelstudienzeit?

Im Studienbereich «Materialwissenschaft und Werkstofftechnik» haben im Prüfungsjahr 2024 16,9 % der Absolventinnen und Absolventen (Bachelorabschluss) in der Regelstudienzeit abgeschlossen, 58,0 % mit höchstens 2 Semestern mehr. Im Mittel (Median) dauerte das Studium im Fach bis zum Bachelor 7,8 Semester. Quelle: Statistisches Bundesamt.

Wie viele studieren Materialwissenschaft und Werkstofftechnik?

Im WS 2025/26 waren in Deutschland 7.680 Studierende im Fach «Materialwissenschaft + Werkstofftechnik» eingeschrieben, 1.839 davon im ersten Fachsemester; 30 % sind Frauen (Destatis).

Was verdient man mit Materialwissenschaft und Werkstofftechnik?

Vollzeitbeschäftigte verdienten im April 2025 im Mittel (Median) brutto im Monat: Werkstofftechnik 6.283 €, Techn. Forschung, Entwicklung (oS) 6.741 € und Technische Qualitätssicherung 6.611 €. Gezählt wird der ausgeübte Beruf, ohne Sonderzahlungen (Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung). Am Anfang liegt das Gehalt meist darunter.

BerufMedianFrauenMänner
Werkstofftechnik - Experte6.283 €5.982 €6.384 €
Techn. Forschung, Entwicklung (oS) - Experte6.741 €5.807 €6.842 €
Technische Qualitätssicherung - Experte6.611 €6.011 €6.694 €

Brutto im Monat, Vollzeit, ohne Sonderzahlungen.

Passt Materialwissenschaft und Werkstofftechnik zu mir?

Passt zu dir, wenn dich Technik und Naturwissenschaften interessieren und du dich nicht zwischen Physik und Chemie entscheiden willst. Du solltest gern im Team arbeiten und dich selbst organisieren können.

Wo studiert man Materialwissenschaft und Werkstofftechnik? NC an den Hochschulen

HochschuleStudiengangSemesterAuswahlgrenze
TU BerlinMaterialwissenschaft und Werkstofftechnik (Bachelor)WiSe 2026/27alle zugelassen

Quelle: die Listen der Auswahlgrenzen jeder Hochschule (im Steckbrief verlinkt).

Materialwissenschaft und Werkstofftechnik an diesen Hochschulen (Beispiele)

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