Bioinformatik studieren
Was man in Bioinformatik lernt, Module, Berufsfelder und Jobaussichten, Abschlüsse, Zulassung und NC, mit amtlichen Zahlen.
Was lernt man im Bioinformatik-Studium?
Bioinformatik verbindet Informatik und Mathe mit Biologie, Chemie und Medizin. Labore erzeugen heute riesige Datenmengen, zum Beispiel aus dem Erbgut. Du lernst, diese Daten mit Programmen zu speichern, auszuwerten und daraus Modelle zu bauen, etwa um Genome zu entschlüsseln oder die Form von Proteinen vorherzusagen. In den ersten Semestern lernst du die Grundlagen aller Fächer, später vertiefst du dich. Viele machen danach einen Master und oft eine Promotion, weil Forschungsstellen das häufig verlangen.
Welche Module hat Bioinformatik?
Typische Module: Grundlagen der Informatik, Mathematik für Bio-Informatiker, Angewandte Mikrobiologie, Objektorientierte Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen, Bioinformatische Datenanalyse, Algorithmische Bioinformatik, Genomics und gentechnische Anwendungen, Grundlagen der künstlichen Intelligenz und Organische Chemie (Wahlpflicht).
- Grundlagen der Informatik
- Mathematik für Bio-Informatiker
- Angewandte Mikrobiologie
- Objektorientierte Programmierung
- Algorithmen und Datenstrukturen
- Bioinformatische Datenanalyse
- Algorithmische Bioinformatik
- Genomics und gentechnische Anwendungen
- Grundlagen der künstlichen Intelligenz
- Organische Chemie (Wahlpflicht)
Was kann man mit Bioinformatik werden?
Berufsfelder: Biotechnologieunternehmen, Pharmaindustrie, Medizin und klinische Forschung, Lebensmitteltechnologie, Industrielle Forschung, Naturwissenschaftliche Grundlagenforschung und Softwarefirmen.
- Biotechnologieunternehmen
- Pharmaindustrie
- Medizin und klinische Forschung
- Lebensmitteltechnologie
- Industrielle Forschung
- Naturwissenschaftliche Grundlagenforschung
- Softwarefirmen
Wie lange dauert ein Bioinformatik-Studium?
B.Sc.: 6 Semester Regelstudienzeit (180 ECTS, gemeinsamer Studiengang von LMU und TUM, Beginn nur zum Wintersemester, Deutsch und Englisch); B.Sc.: 6 Semester Regelstudienzeit (Mono-Bachelor ohne Nebenfach, Beginn im Winter- oder Sommersemester); B.Sc.: 7 Semester Regelstudienzeit («Angewandte Bioinformatik», 210 LP, Praxisphase im 7. Semester, auch praxisintegrierend).
Braucht man einen NC für Bioinformatik?
Unterschiedlich: In Tübingen gibt es einen örtlichen NC mit Auswahlverfahren (Abischnitt plus Noten in Fächern wie Mathe, Informatik, Biologie, Chemie oder Physik; derzeit 60 Plätze pro Jahr). Auch in München (LMU/TUM) ist das Fach örtlich zulassungsbeschränkt. An der TH Bingen ist es zulassungsfrei.
Wie viele brechen Bioinformatik ab?
Von denen, die 2021 ein Studium (Bachelorstudiengänge) in der Fächergruppe «Ingenieurwissenschaften» begonnen haben, haben 14,6 % es innerhalb von 3 Semestern abgebrochen: exmatrikuliert oder endgültig nicht bestanden, ohne Rückkehr. Spätere Abbrüche und Fachwechsel zählen hier nicht mit (Statistisches Bundesamt, Studienverlaufsstatistik).
Schafft man Bioinformatik in der Regelstudienzeit?
Im Studienbereich «Informatik» haben im Prüfungsjahr 2024 27,3 % der Absolventinnen und Absolventen (Bachelorabschluss) in der Regelstudienzeit abgeschlossen, 60,3 % mit höchstens 2 Semestern mehr. Im Mittel (Median) dauerte das Studium im Fach bis zum Bachelor 7,8 Semester. Quelle: Statistisches Bundesamt.
Wie viele studieren Bioinformatik?
Im WS 2025/26 waren in Deutschland 3.076 Studierende im Fach «Bioinformatik» eingeschrieben, 737 davon im ersten Fachsemester; 49 % sind Frauen (Destatis).
Was verdient man mit Bioinformatik?
Vollzeitbeschäftigte verdienten im April 2025 im Mittel (Median) brutto im Monat: Bio-, Medizininformatik 5.983 € und Biologie (oS) 5.877 €. Gezählt wird der ausgeübte Beruf, ohne Sonderzahlungen (Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung). Am Anfang liegt das Gehalt meist darunter.
| Beruf | Median | Frauen | Männer |
|---|---|---|---|
| Bio-, Medizininformatik - Experte | 5.983 € | 5.720 € | 6.377 € |
| Biologie (oS) - Experte | 5.877 € | 5.508 € | 6.405 € |
Brutto im Monat, Vollzeit, ohne Sonderzahlungen.
Passt Bioinformatik zu mir?
Passt zu dir, wenn du logisch und genau denkst, gern programmierst und dich zugleich für Biologie interessierst. Du solltest auch mit unvollständigen Daten kreativ umgehen können, und gutes Englisch hilft, weil die Fachliteratur meist englisch ist.
Wo studiert man Bioinformatik? NC an den Hochschulen
| Hochschule | Studiengang | Semester | Auswahlgrenze |
|---|---|---|---|
| Freie Universität Berlin | Bioinformatik (Mono-Bachelor) | WiSe 2025/26 | 1,9 |
| LMU München | Bioinformatik (Bachelor Hauptfach (180 ECTS)) | WiSe 2026/27 | 2,7 |
| Goethe-Universität Frankfurt | Bioinformatik (Bachelor) | WiSe 2025/26 | alle zugelassen |
| Universität Tübingen | Bioinformatik (DoSV-Studiengang) (Bachelor) | WiSe 2025/26 | alle zugelassen |
Quelle: die Listen der Auswahlgrenzen jeder Hochschule (im Steckbrief verlinkt).
Bioinformatik an diesen Hochschulen (Beispiele)
- Bioinformatik (B.Sc.), Technische Universität München / Ludwig-Maximilians-Universität München · Steckbrief
- Bioinformatik - Bachelor (Mono), Universität Tübingen · Steckbrief
- Angewandte Bioinformatik (B.Sc.), Technische Hochschule Bingen
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