Abitur Schleswig-Holstein Mathematik 2024 · GK · Teil B · Analysis (WTR)

Aufgabe Mathematik aus dem IQB-Pool 2024, GK · Teil B · Analysis (WTR): 12 Teilaufgaben mit Lösungen. Themen: Funktionen und ihre Eigenschaften. Kostenlos.

Themen der Aufgabe: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Graphen von f, f′ und F deuten · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabe 1 - Differentialrechnung

1 Aufgabe

Die Abbildung 1 zeigt den Graphen der in R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit f(x)=2⋅(x2−1)⋅ex.f(x)=2\cdot (x^2-1)\cdot e^x.

Für jeden Wert k∈R+k \in \mathbb{R}^+ wird die Funktion hkh_k mit hk(x)=k⋅(x2−1)⋅exh_k(x)=k\cdot (x^2-1)\cdot e^x und x∈Rx \in \mathbb{R} betrachtet. Damit entspricht die Funktion h2h_2 der Funktion ff, deren Graph in Abbildung 1 dargestellt ist.

a)

Zeigen Sie, dass für die erste Ableitungsfunktion f′f' von ff gilt: f′(x)=2⋅(x2+2x−1)⋅exf'(x) = 2\cdot (x^2 + 2x - 1)\cdot e^x

b)

Weisen Sie nach, dass ff genau zwei Nullstellen hat und dass diese −1-1 und 11 sind. Berechnen Sie die x-Koordinate des Tiefpunkts des Graphen von ff.

Aufgabe 1 - Funktionen und ihre Eigenschaften

1 Aufgabe

Die Abbildung 1 zeigt den Graphen der in R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit f(x)=2⋅(x2−1)⋅ex.f(x)=2\cdot (x^2-1)\cdot e^x.

Für jeden Wert k∈R+k \in \mathbb{R}^+ wird die Funktion hkh_k mit hk(x)=k⋅(x2−1)⋅exh_k(x)=k\cdot (x^2-1)\cdot e^x und x∈Rx \in \mathbb{R} betrachtet. Damit entspricht die Funktion h2h_2 der Funktion ff, deren Graph in Abbildung 1 dargestellt ist.

d)

Begründen Sie ohne Rechnung, dass der Graph von h1h_1 einen Tiefpunkt besitzt, der im gleichen Quadranten wie der Tiefpunkt des Graphen von h2h_2 liegt. Skizzieren Sie den Graphen von h1h_1 in der Abbildung 1.

Aufgabe 1 - Integralrechnung

1 Aufgabe

Die Abbildung 1 zeigt den Graphen der in R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit f(x)=2⋅(x2−1)⋅ex.f(x)=2\cdot (x^2-1)\cdot e^x.

Für jeden Wert k∈R+k \in \mathbb{R}^+ wird die Funktion hkh_k mit hk(x)=k⋅(x2−1)⋅exh_k(x)=k\cdot (x^2-1)\cdot e^x und x∈Rx \in \mathbb{R} betrachtet. Damit entspricht die Funktion h2h_2 der Funktion ff, deren Graph in Abbildung 1 dargestellt ist.

c)

Begründen Sie mithilfe der Abbildung 1, dass es eine Zahl b>1b > 1 gibt, für die ∫−11f(x) dx+∫1bf(x) dx=0\int_{-1}^1 f(x)\,\mathrm{d}x + \int_1^b f(x)\,\mathrm{d}x = 0 gilt.

e)

Für jeden Wert von kk schließen der Graph von hkh_k und die x-Achse ein Flächenstück ein. Bestimmen Sie denjenigen Wert von kk, für den das Flächenstück den Inhalt 11 hat.

f)

Die Funktion h2h_2 besitzt zwei Stammfunktionen, deren Graphen jeweils in einem Punkt die x-Achse als Tangente haben. Ermitteln Sie jeweils einen Term dieser Stammfunktionen.

Aufgabe 2 - Funktionen und ihre Eigenschaften

Zur Bestimmung der Wasserqualität eines Gewässers wurde über einen Zeitraum von 40 Jahren der Zusammenhang zwischen der Phosphorkonzentration und der Algenkonzentration in dem Gewässer untersucht.

Die zeitliche Entwicklung der Phosphorkonzentration kann modellhaft durch die in R\mathbb{R} definierte Funktion pp und die zeitliche Entwicklung der zugehörigen Algenkonzentration durch die in R\mathbb{R} definierte Funktion aa beschrieben werden. Dabei ist tt die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in Jahren, p(t)p(t) die Phosphorkonzentration in mgm3\frac{\text{mg}}{\text{m}^3} und a(t)a(t) die Algenkonzentration in mgm3\frac{\text{mg}}{\text{m}^3}.

Für 0≤t≤400 \le t \le 40 zeigt die Abbildung 2 den Graphen von pp, die Abbildung 3 den Graphen der ersten Ableitungsfunktion von aa.

a

Geben Sie den Zeitpunkt an, zu dem die Phosphorkonzentration 30 mgm330\ \frac{\text{mg}}{\text{m}^3} beträgt.

Aufgabe 2 - Differentialrechnung

Zur Bestimmung der Wasserqualität eines Gewässers wurde über einen Zeitraum von 40 Jahren der Zusammenhang zwischen der Phosphorkonzentration und der Algenkonzentration in dem Gewässer untersucht.

Die zeitliche Entwicklung der Phosphorkonzentration kann modellhaft durch die in R\mathbb{R} definierte Funktion pp und die zeitliche Entwicklung der zugehörigen Algenkonzentration durch die in R\mathbb{R} definierte Funktion aa beschrieben werden. Dabei ist tt die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in Jahren, p(t)p(t) die Phosphorkonzentration in mgm3\frac{\text{mg}}{\text{m}^3} und a(t)a(t) die Algenkonzentration in mgm3\frac{\text{mg}}{\text{m}^3}.

Für 0≤t≤400 \le t \le 40 zeigt die Abbildung 2 den Graphen von pp, die Abbildung 3 den Graphen der ersten Ableitungsfunktion von aa.

b

Der Graph von pp besitzt für t≥10t \ge 10 einen Wendepunkt. Beschreiben Sie die Bedeutung dieses Wendepunkts für die Entwicklung der Phosphorkonzentration im Gewässer.

Aufgabe 2 - Graphen deuten

Zur Bestimmung der Wasserqualität eines Gewässers wurde über einen Zeitraum von 40 Jahren der Zusammenhang zwischen der Phosphorkonzentration und der Algenkonzentration in dem Gewässer untersucht.

Die zeitliche Entwicklung der Phosphorkonzentration kann modellhaft durch die in R\mathbb{R} definierte Funktion pp und die zeitliche Entwicklung der zugehörigen Algenkonzentration durch die in R\mathbb{R} definierte Funktion aa beschrieben werden. Dabei ist tt die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in Jahren, p(t)p(t) die Phosphorkonzentration in mgm3\frac{\text{mg}}{\text{m}^3} und a(t)a(t) die Algenkonzentration in mgm3\frac{\text{mg}}{\text{m}^3}.

Für 0≤t≤400 \le t \le 40 zeigt die Abbildung 2 den Graphen von pp, die Abbildung 3 den Graphen der ersten Ableitungsfunktion von aa.

c

Beurteilen Sie anhand der Abbildungen 2 und 3 die folgende Aussage:

Ab dem Zeitpunkt, ab dem sich die Phosphorkonzentration verringert, verringert sich auch die Algenkonzentration.

Aufgabe 2 - Integralrechnung

Zur Bestimmung der Wasserqualität eines Gewässers wurde über einen Zeitraum von 40 Jahren der Zusammenhang zwischen der Phosphorkonzentration und der Algenkonzentration in dem Gewässer untersucht.

Die zeitliche Entwicklung der Phosphorkonzentration kann modellhaft durch die in R\mathbb{R} definierte Funktion pp und die zeitliche Entwicklung der zugehörigen Algenkonzentration durch die in R\mathbb{R} definierte Funktion aa beschrieben werden. Dabei ist tt die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in Jahren, p(t)p(t) die Phosphorkonzentration in mgm3\frac{\text{mg}}{\text{m}^3} und a(t)a(t) die Algenkonzentration in mgm3\frac{\text{mg}}{\text{m}^3}.

Für 0≤t≤400 \le t \le 40 zeigt die Abbildung 2 den Graphen von pp, die Abbildung 3 den Graphen der ersten Ableitungsfunktion von aa.

d

Zehn Jahre nach Beobachtungsbeginn beträgt die Algenkonzentration 100 mgm3100\ \frac{\text{mg}}{\text{m}^3}.

Bestimmen Sie die Algenkonzentration zu Beobachtungsbeginn. Veranschaulichen Sie Ihr Vorgehen in der Abbildung 3.

Aufgabe 1 - Differentialrechnung

Gegeben ist die in R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit f(x)=31000⋅x4−8100⋅x3+610⋅x2f(x) = \frac{3}{1000} \cdot x^4 - \frac{8}{100} \cdot x^3 + \frac{6}{10} \cdot x^2.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff sowie den Punkt P(0∣−58)P\left(0 \mid -\frac{5}{8}\right).

a

Geben Sie die Koordinaten des Tiefpunkts des Graphen von ff an. Zeigen Sie rechnerisch, dass der Graph von ff keine weiteren Extrempunkte besitzt.

( |)

b

Die Tangente an den Graphen von ff im Punkt (5∣f(5))(5 \mid f(5)) wird mit tt bezeichnet. Ermitteln Sie eine Gleichung von tt.

y=y =

c

Skizzieren Sie in Abbildung 1 zwei von tt verschiedene Tangenten an den Graphen von ff, die die y-Achse im Punkt PP schneiden und deren Steigungen unterschiedliche Vorzeichen haben.

Aufgabe 1 - Funktionen und ihre Eigenschaften

Gegeben ist die in R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit f(x)=31000⋅x4−8100⋅x3+610⋅x2f(x) = \frac{3}{1000} \cdot x^4 - \frac{8}{100} \cdot x^3 + \frac{6}{10} \cdot x^2.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff sowie den Punkt P(0∣−58)P\left(0 \mid -\frac{5}{8}\right).

d

Der Graph der in R\mathbb{R} definierten Funktion gg kann aus dem Graphen von ff erzeugt werden. Der Punkt (12∣12)(12 \mid 12) des Graphen von gg wird dabei aus dem Punkt (10∣10)(10 \mid 10) des Graphen von ff erzeugt und für alle x∈Rx \in \mathbb{R} gilt g(x)=a⋅f(b⋅x)g(x) = a \cdot f(b \cdot x) mit a,b∈R+a, b \in \mathbb{R}^+.

Geben Sie in diesem Zusammenhang die Bedeutung von aa und bb an und berechnen Sie die Werte von aa und bb.

a=a =

b=b =

Aufgabe 2 - Funktionen und ihre Eigenschaften

Aufgabe 2

Zwei Radfahrer starten gleichzeitig nebeneinander auf einer geradlinigen Bahn aus einer Ruheposition. Radfahrer A beschleunigt 10 Sekunden lang und fährt danach mit konstanter Geschwindigkeit weiter. Radfahrer B beschleunigt 12 Sekunden lang und fährt dann mit konstanter Geschwindigkeit weiter.

Abbildung 2 stellt die Geschwindigkeitsverläufe der beiden Radfahrer in den ersten 15 Sekunden nach dem Start dar. Dabei wird der Geschwindigkeitsverlauf von Radfahrer A in den ersten 10 Sekunden nach dem Start durch die Funktion ff aus Aufgabe 1 beschrieben. Der Geschwindigkeitsverlauf von Radfahrer B wird in den ersten 12 Sekunden nach dem Start durch eine Funktion hh beschrieben.

Dabei ist xx die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden und f(x)f(x) bzw. h(x)h(x) die Geschwindigkeit in Meter pro Sekunde.

a

Berechnen Sie die Geschwindigkeit von Radfahrer A drei Sekunden nach dem Start.

b

Nach dem Start gibt es genau einen Zeitpunkt, zu dem die Geschwindigkeiten beider Radfahrer gleich groß sind. Im Modell wird dieser Zeitpunkt mit xsx_s bezeichnet.

Ermitteln Sie xsx_s mithilfe von Abbildung 2 und geben Sie den Zeitraum an, in dem die Geschwindigkeit von Radfahrer A größer ist als die Geschwindigkeit von Radfahrer B.

Aufgabe 2 - Differentialrechnung

Aufgabe 2

Zwei Radfahrer starten gleichzeitig nebeneinander auf einer geradlinigen Bahn aus einer Ruheposition. Radfahrer A beschleunigt 10 Sekunden lang und fährt danach mit konstanter Geschwindigkeit weiter. Radfahrer B beschleunigt 12 Sekunden lang und fährt dann mit konstanter Geschwindigkeit weiter.

Abbildung 2 stellt die Geschwindigkeitsverläufe der beiden Radfahrer in den ersten 15 Sekunden nach dem Start dar. Dabei wird der Geschwindigkeitsverlauf von Radfahrer A in den ersten 10 Sekunden nach dem Start durch die Funktion ff aus Aufgabe 1 beschrieben. Der Geschwindigkeitsverlauf von Radfahrer B wird in den ersten 12 Sekunden nach dem Start durch eine Funktion hh beschrieben.

Dabei ist xx die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden und f(x)f(x) bzw. h(x)h(x) die Geschwindigkeit in Meter pro Sekunde.

c)

Im Folgenden ist ein Lösungsweg für eine Aufgabe im gegebenen Sachzusammenhang dargestellt. Geben Sie die Bedeutung von d(x)d(x) für 0<x<xs0 < x < x_s im Sachzusammenhang an und interpretieren Sie das Ergebnis 0,370{,}37.

d(x)=f(x)−h(x)d(x) = f(x) - h(x)

d′(x)=0 hat fu¨r 0<x<xs nur die Lo¨sung x1≈3,64d'(x) = 0 \text{ hat für } 0 < x < x_s \text{ nur die Lösung } x_1 \approx 3{,}64

d′′(x1)≈−0,13<0d''(x_1) \approx -0{,}13 < 0

d(x1)≈0,37d(x_1) \approx 0{,}37

Vergleichen Sie Ihre Formulierungen mit der Musterlösung.

Aufgabe 2 - Integralrechnung

Aufgabe 2

Zwei Radfahrer starten gleichzeitig nebeneinander auf einer geradlinigen Bahn aus einer Ruheposition. Radfahrer A beschleunigt 10 Sekunden lang und fährt danach mit konstanter Geschwindigkeit weiter. Radfahrer B beschleunigt 12 Sekunden lang und fährt dann mit konstanter Geschwindigkeit weiter.

Abbildung 2 stellt die Geschwindigkeitsverläufe der beiden Radfahrer in den ersten 15 Sekunden nach dem Start dar. Dabei wird der Geschwindigkeitsverlauf von Radfahrer A in den ersten 10 Sekunden nach dem Start durch die Funktion ff aus Aufgabe 1 beschrieben. Der Geschwindigkeitsverlauf von Radfahrer B wird in den ersten 12 Sekunden nach dem Start durch eine Funktion hh beschrieben.

Dabei ist xx die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden und f(x)f(x) bzw. h(x)h(x) die Geschwindigkeit in Meter pro Sekunde.

d)

Berechnen Sie die Länge der Strecke, die Radfahrer A in den ersten 15 Sekunden nach dem Start zurücklegt.

e)

Es gibt ein zz mit 0<z<100 < z < 10, für das gilt:

∫0z(f(x)−h(x)) dx=0\int_0^z (f(x) - h(x))\,\mathrm{d}x = 0

Geben Sie die Bedeutung von zz im Sachzusammenhang an und begründen Sie im Sachzusammenhang, dass z>xsz > x_s gilt.

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