Abitur Sachsen-Anhalt Biologie 2025 · GK · Mauergecko

Aufgabe Biologie aus dem IQB-Pool 2025, GK · Mauergecko: 1 Teilaufgabe mit Lösungen. Themen: Evolutionsfaktoren und Artbildung. Mit automatischer Korrektur.

Themen der Aufgabe: Evolutionsfaktoren und Artbildung

Aufgabe

Farbvarianten bei Mauergeckos

Der Mauergecko Tarentola mauritanica ist eine in weiten Teilen des Mittelmeerraumes verbreitete Gecko-Art. Bei dieser Art gibt es unterschiedliche Farbvarianten, die sich zur Untersuchung evolutionsbiologischer Prozesse im Freiland eignen.

Material 1: Selektionstypen

1

Erläutern Sie die unterschiedlichen Wirkungen von Selektion auf die Merkmalsausprägung innerhalb einer Population (M 1).

[8 BE]

Material 2: Farbvarianten des Mauergeckos

Beim Mauergecko ( Tarentola mauritanica) aus dem Mittelmeerraum lassen sich die Farbvarianten „hell“, „mittel“ und „dunkel“ optisch gut unterscheiden. Die Körperfärbung ist genetisch bedingt. Mauergeckos verlassen während ihrer Aktivitätszeit ihren Unterschlupf (z. B. Felsspalten) zur Beutesuche. An der Zehenunterseite sind beim Mauergecko Haftstrukturen ausgebildet, so dass er an senkrechten Flächen, wie Hauswänden, Steinmauern oder Baumrinden, haften kann. Dort lauern sie auf Insekten oder stellen diesen aktiv nach. Fressfeinde des Mauergeckos sind unter anderem größere tag- und nachtaktive Vögel, Ratten und Schlangen.

In einem Untersuchungsgebiet in Süditalien, kommen alle drei Farbvarianten vor. Es wurde ermittelt, zu welchen Tageszeiten und auf welchen Untergründen die unterschiedlichen Farbvarianten aktiv sind. Die Häuserwände in dieser Gegend sind im Gegensatz zu Steinmauern hell angestrichen. Stämme von Olivenbäumen sind dunkelbraun.

2

Fassen Sie die in Abbildung 2 gezeigten Untersuchungsergebnisse zusammen (M 2).

Werten Sie diese Ergebnisse im Hinblick auf die zeitliche und örtliche Aktivität der Mauergeckos im Untersuchungsgebiet aus (M 2).

[8 BE]

Material 3: Freilandexperimente mit Knetmodellen

Für ein Experiment im Freiland wurden möglichst naturgetreue Knetmodelle angefertigt. Dabei wurde die helle und dunkle Farbvariante (vgl. M 2) berücksichtigt. Die gleiche Anzahl der hellen und dunklen Knetmodelle wurde jeweils an Hauswänden oder auf Baumstämmen platziert, und zwar zu Tageszeiten, an denen dort zuvor Aktivität von Geckos beobachtet werden konnte (vgl. M 2), d. h. nachts auf hellen Hauswänden und tagsüber auf dunkler Baumrinde.

Anschließend wurden die Angriffe von Fressfeinden der Mauergeckos auf diese Modelle gezählt. Ein Angriff wurde als solcher gezählt, wenn ein Modell eindeutige Spuren von Schnäbeln, Zähnen oder Krallen aufwies, oder wenn es verschwunden war.

3

Werten Sie die in Material 3 dargestellten Ergebnisse der Experimente mit Knetmodellen im Hinblick auf die selektiv wirkenden Faktoren und den vorliegenden Selektionstyp aus (M 2, M 1).

[8 BE]

4

Stellen Sie anhand von drei Aspekten dar, dass die Ergebnisse der Experimente mit Knetmodellen nur eingeschränkt auf die Realpopulationen übertragbar sind (M 2, M 3).

[6 BE]

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