Aufgabe Vorschlag BA - 1.2.3 - Formatierung und Diagramme · Abitur Hessen Datenverarbeitung GK 2022
Thema: Tabellenkalkulation: Steuerelemente, Formatierung und Diagramme · Aus der Prüfung GK (2022)
Aufgabenstellung
1. Tabellenkalkulation: Kommanditgesellschaft - Gesellschafter und Gewinnverteilung
Ihre Kundin Anne Neumann ist Lehrerin für Wirtschaftslehre und Deutsch. Aufgrund ihrer Erfahrungen in der Corona-Krise möchte Frau Neumann interaktive Simulationen zur Veranschaulichung komplexer Sachverhalte im Wirtschaftslehre-Unterricht einsetzen. Das Warten auf einen Platz in einer Fortbildung in Tabellenkalkulation scheint ihr zu lange, um aktuelle Bedarfe für ihren Unterricht abzudecken. Daher hat Frau Neumann Ihnen nach einem Beratungsgespräch einen Entwicklungsauftrag erteilt.
Zur Klärung des Sachverhaltes hat Ihnen Frau Neumann zu Beginn des Gesprächs allgemeine Informationen über die Kommanditgesellschaft (KG) ausgehändigt (Material 1). Zu Beginn des Gesprächs haben Sie aus Hinweisen von Frau Neumann einen Prototyp für die Eingabe der Ausgangsdaten entwickelt (siehe Ausgangsdatei LA22-DVWI-GK-BA-PRFL-1.xlsm). Im weiteren Gesprächsverlauf haben Sie anhand dieser Angaben gemeinsam ein zweiteiliges Lastenheft mit Anforderungen an die Anwendung definiert (Material 2, Material 3). In den Materialien Material 4 bis Material 7 hat Frau Neumann Ihnen beispielhafte Skizzen zu der von Ihr gewünschten Funktionalität als Muster mitgegeben.
Material 1: Sachinformation Kommanditgesellschaft (KG)
Eine Kommanditgesellschaft (KG) ist eine Personengesellschaft – mehrere Personen schließen zur Gründung der KG einen Gesellschaftsvertrag.
Der Gesellschaftsvertrag regelt unter anderem Fragen der Kapitaleinlagen, Geschäftsführung, Haftung und Gewinnverteilung.
Bei der Haftung unterscheidet die KG zwei Arten von Gesellschaftern, Komplementäre und Kommanditisten:
Kommanditisten: haften nur mit der von ihnen getätigten Kapitaleinlage
Komplementäre: haften mit der von ihnen getätigten Kapitaleinlage und zusätzlich mit ihrem kompletten Privatvermögen
Material 2: Lastenheft Teil 1.1 – Gesellschaftertableau der KG
Anforderung 1.1.1 – Detailprüfregeln auswerten:
Eine KG besteht aus mindestens zwei Gesellschaftern.
Mindestens ein Gesellschafter wirkt in der Geschäftsführung mit.
Es gibt genau einen Komplementär.
Der Komplementär ist zugleich in der Geschäftsführung tätig.
Anforderung 1.1.2 – Gesamtprüfung durchführen:
Die Gesamtprüfung ist nur dann erfolgreich, wenn alle Detailprüfungen zutreffen.
Die unterschiedlichen Ergebnisse der Gesamtprüfung sind automatisch geeignet darzustellen und visuell gut unterscheidbar zu formatieren.
Ergänzend ist in einer Zelle ein abschließender Informationssatz zur Gesellschafterstruktur anzugeben, der die Anzahl der Gesellschafter und Geschäftsführenden eindeutig benennt oder allgemein auf Fehler in der Gesellschafterstruktur hinweist.
Material 3: Lastenheft Teil 1.2 – Wertübernahme, Gewinnverteilung und Ausschüttung
Anforderung 1.2.1 – Wertübernahme:
Ist die Gesamtprüfung im Tabellenblatt „Gesellschafter“ nicht erfolgreich, soll neben der Überschrift im Tabellenblatt „Verteilung“ ein geeigneter Hinweis erscheinen.
Die Namen der Gesellschafter A bis F sind nur dann ins Tabellenblatt „Verteilung“ zu übernehmen, falls ihre Kapitaleinlage größer als 0 € ist.
Die Informationsübernahme zur Ausübung von Tätigkeiten als Geschäftsführung oder in der Komplementärrolle erfolgt ebenfalls nur bei Gesellschaftern, deren Kapital größer als 0 € ist.
Folgende Werte sind beispielhaft einzutragen: Der realisierte Gewinn:
Der angestrebte Zinssatz zur Verzinsung des Gesamtkapitals:
Die Vorabauszahlung aus dem realisierten Gewinn für das Haftungsrisiko in der Komplementärrolle:
Die gesamte Vorabauszahlung aus dem realisierten Gewinn für die Mitwirkung in der Geschäftsführung:
Folgende Werte sind über Formeln zu ermitteln: Der mindestens erforderliche Gewinn um die angestrebte Kapitalverzinsung inklusive der Vorabauszahlungen realisieren zu können.
Der maximal mögliche Zinssatz zur Verzinsung des Gesamtkapitals beim vorliegenden Gewinn, wenn der Gewinn nach Abzug beider Vorabauszahlungen alleine zur Kapitalverzinsung verwendet wird.
Anforderung 1.2.2 – Gewinnverteilung und Ausschüttung:
Aus dem erzielten Gewinn erhält der Komplementär vorab 20.000 € (VorabKOMP).
Alle Mitwirkenden in der Geschäftsführung teilen sich den für die Geschäftsführung festgelegten Betrag von 30.000 € (VorabGF) gleichmäßig. Dieser Betrag ist ebenfalls vorab aus dem Gewinn auszuschütten.
Der dann verbleibende Rest-Gewinn wird wie folgt zur Kapitalverzinsung verwendet: a)
Ein positiver Betrag wird zur Verzinsung des jeweils eingesetzten Kapitals verwendet.
b)
Die Verzinsung erfolgt maximal mit dem vereinbarten und angestrebten Zinssatz von 3 %.
c)
Reicht der verfügbare Betrag hierzu nicht aus, ist ein entsprechend niedrigerer Zinssatz zu wählen, bei dem der verfügbare Betrag komplett zur Verzinsung aufgeteilt wird.
d)
Ist der Betrag negativ, erfolgt keine Verzinsung.
Der dann ggf. noch vorhandene Restbetrag wird gleichmäßig nach Köpfen zwischen den Gesellschaftern verteilt (gilt auch für negative Restbeträge).
Aus den vorigen Werten errechnet sich für jeden Gesellschafter die jährliche Gesamtausschüttung.
Material 4: Muster für Tabellenblatt „Gesellschafter“ – Datensituation erfolgreiche Prüfung
Material 5: Muster für Tabellenblatt „Gesellschafter“ – Datensituation Fehler bei Prüfung
Material 6: Tabellenblatt Verteilung – bei Datensituation Prüfung erfolgreich und ausreichendem Gewinn für Kapitalverzinsung und Restverteilung
Material 7: Tabellenblatt Verteilung – bei Datensituation Prüfung mit Fehlern bzw. bei nicht ausreichendem Gewinn für Kapitalverzinsung
1.2.3 Diagrammerstellung
Erstellen Sie ein geeignetes Diagramm, das die Gewinnausschüttung für jeden Gesellschafter abbildet. Hierbei sind folgende Anforderungen umzusetzen:
Die Daten sind jeweils grafisch und in Zahlenwerten sichtbar.
Neben der Angabe von Eurowerten sind auch Prozentwerte darzustellen.
Hinweis: Gegebenenfalls geeignete Hilfswerte oder Hilfsspalten einfügen/verwenden.
a)
b)

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
Erläuterung zur Konzeption des Diagramms (Diagrammtyp, Hilfstabelle/Werteauswahl, Beschriftung und Zahlenwerte)
Lösung: Auswahl eines geeigneten Diagrammtyps (z. B. Kreis-/Tortendiagramm zur Darstellung der Anteile am Gesamtgewinn oder Säulen-/Balkendiagramm). Erstellung einer Hilfstabelle oder direkte Auswahl der Spalten 'Name' (bzw. Gesellschafter A, C, D, F) und 'GESAMT' (Gewinnausschüttung). Angabe einer passenden Überschrift (z. B. 'Gewinnausschüttung je Gesellschafter'), Beschriftung der Kategorien/Namen und Datenbeschriftung mit absoluten Eurowerten (€) sowie relativen Prozentwerten (%).
Erstellung und grafische Darstellung des Diagramms
Lösung: Das Diagramm bildet die Gewinnausschüttung der Gesellschafter übersichtlich ab: - Diagrammtyp: z. B. Kreis-/Ringdiagramm oder Säulendiagramm - Datenbasis: Gesellschafternamen (A, C, D, F) und zugehörige Ausschüttungsbeträge - Diagrammtitel/Überschrift vorhanden - Datenbeschriftungen enthalten sowohl die absoluten Euro-Beträge als auch die Prozentanteile am Gesamtwert
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