Aufgabe Vorschlag C - Aufgabe 3 · Abitur Hessen Biologie GK 2021

Thema: Umweltfaktoren und ökologische Nische · Aus der Prüfung GK (2021)

Aufgabenstellung

Material 3: Stechmückenarten treten in Konkurrenz

Die in Europa häufig vorkommende Gemeine Stechmücke ( Culex pipiens) und die jetzt neu auftretende Asiatische Tigermücke ( Aedes albopictus) teilen sich oft dieselben Eiablagestellen. In Italien wurden in etwa jeder zehnten Fundstelle Gemeine Stechmückenlarven (SML) zusammen mit Asiatischen Tigermückenlarven (TML) gefunden.

Eine Frankfurter Forschergruppe führte Experimente mit TML und SML durch. Unter kontrollierten Bedingungen (16 h Licht pro Tag, 20°C Wassertemperatur und gleichbleibende Wasserqualität) wurden Versuche mit jeweils 30 Larven angesetzt. Die Versuchsansätze enthielten entweder die Larvenart allein oder jeweils 15 Larven der untersuchten Art zusammen mit 15 Larven der jeweils anderen Art. Die Ergebnisse sind in Abbildung 3.1 dargestellt.

3.1

Formulieren Sie zwei Fragestellungen, die dem Experiment in Material 3 zugrunde liegen. [2 BE]

3.2

Fassen Sie die Versuchsergebnisse zusammen und werten Sie diese aus. (Material 3) [14 BE]

Aufgabenstellung: Aufgabe Vorschlag C - Aufgabe 3 · Abitur Hessen Biologie GK 2021

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

Formulieren Sie zwei Fragestellungen, die dem Experiment in Material 3 zugrunde liegen: Fragestellung 1

Lösung: Wie hängt die Larvensterblichkeit vom Futterangebot ab?

Formulieren Sie zwei Fragestellungen, die dem Experiment in Material 3 zugrunde liegen: Fragestellung 2

Lösung: Gibt es eine zwischenartliche Konkurrenz zwischen Tigermückenlarven und Gemeinen Stechmückenlarven in Abhängigkeit vom Futterangebot?

Fassen Sie die Versuchsergebnisse zusammen und werten Sie diese aus. (Material 3)

Lösung: Zusammenfassung der Versuchsergebnisse: - Bei hohem Futterangebot (A) sterben von beiden Mückenarten nur wenige Larven (< 10 %), bei TM-Larven etwas weniger, unabhängig von der gleichzeitigen Anwesenheit der jeweils anderen Art. - Bei niedrigem Futterangebot (B) steigt die Larvensterblichkeit bei SML auf ca. 20 %, und zwar unabhängig von der Anwesenheit von TML. Bei TML erhöht sich die Sterblichkeit in Mischkultur auf fast 58 % (fast das Dreifache der SML-Sterblichkeit), in Alleinhaltung liegt sie jedoch nur bei unter 10 %. Auswertung: - Ist das Futterangebot ausreichend, spielt zwischenartliche Konkurrenz keine Rolle. - Bei Futterreduktion in Alleinhaltung ist die innerartliche Konkurrenz bei SML stärker ausgeprägt als bei TML. - Bei geringem Futterangebot und gemeinsamer Haltung tritt starke zwischenartliche Konkurrenz auf: TML sind unter diesen Bedingungen gegenüber SML deutlich konkurrenzschwächer, sodass ihre Sterblichkeit stark ansteigt, während SML durch die interspezifische Konkurrenz kaum beeinträchtigt werden.

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